Info-Bus klärt zu Ursachen von Schlaganfällen auf

Yvonne Glandien

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Mit dem roten Schlaganfallbus klären Experten vom Klinikum Lippe auf dem Salzhof auf - © Yvonne Glandien
Mit dem roten Schlaganfallbus klären Experten vom Klinikum Lippe auf dem Salzhof auf (© Yvonne Glandien)

Bad Salzuflen. Statt nach klaren Worten hört sich das Gesprochene wie Kauderwelsch an. Die Sprache klingt verwaschen. Manchmal kann der Betroffene auch nicht verstehen, was ihm mitgeteilt wird. Dies kann ein Zeichen für einen Schlaganfall sein. Welche Faktoren das Risiko, an der Krankheit zu leiden fördern und wie man diese vermindern kann, haben Experten des Klinikums Lippe auf dem Salzhof erklärt.

Das Schlaganfallmobil hat am Mittwoch Station in Bad Salzuflen gemacht. „Im vergangenen Jahr waren wir bereits in Lemgo und Detmold", sagt Prof. Dr. Christoph Redecker. Der Leiter der Neurologie weiß, wie wichtig es ist, über Schlaganfälle und ihre Folgen aufzuklären: „Wir haben etwa 1000 Fälle im Jahr in Lippe. Gut 15 bis 20 Prozent können wir mit einer Lyse-Therapie behandeln." Dabei werden Medikamente verabreicht, die Blutgerinnsel auflösen. Damit die Behandlung anschlagen kann, muss sie aber rechtzeitig passieren.

„Man sagt, es gibt ein Zeitfenster von etwa 3,5 bis 4 Stunden nach einem Schlaganfall. Allerdings kostet jede Minute. Denn die Nervenzellen sterben ab und es kann zu einem weiteren, schlimmeren Schlaganfall kommen", sagt Dr. Redecker.

Die häufigsten Symptome für einen Schlaganfall zeigen sich in Sprachstörungen, einem Lähmungsgefühl oder einer Taubheit, herabhängenden Mundwinkeln oder Sehstörungen. „Das kann ein Kribbeln sein oder eine verschwommene oder doppelte Sicht. Man sollte auf keinen Fall abwarten und erst einmal den Hausarzt aufsuchen. Nur im Krankenhaus kann geholfen werden." Denn nur dort kann eine Computertomographie gemacht werden, die die eigentliche Ursache erkennen lässt. Ein Schlaganfall kann zwei Gründe haben: entweder es ist eine Blutung im Hirn oder, was häufiger vorkommt, eine Verschluss der Gefäße.

Ein erhöhtes Risiko haben etwa ältere Menschen und auch ein häufiges Vorkommen der Krankheit in der Familie kann ein Faktor sein. „Wer ein erhöhtes Risiko hat, sollte regelmäßig den Cholesterinwert und den Blutdruck kontrollieren, sowie körperlich aktiv sein", sagt Prof. Redecker.

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