Beim Wüstener Volksfest stehen die Zeichen auf Liebe

Volksfest: Mit bunten Kostümen und 21 Wagen lockt der Umzug viele Besucher an die Straßen. Auch das neue Konzept für den Festplatz kommt gut an. Beim Zwei-Jahres-Turnus soll es bleiben

Daniel Hobein

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Blumenkinder: Die Hippie-Gruppe ist mit Seifenblasen und Sonnenblumen unterwegs. So bietet der Festumzug durch Wüsten ein buntes Bild. - © Daniel Hobein
Blumenkinder: Die Hippie-Gruppe ist mit Seifenblasen und Sonnenblumen unterwegs. So bietet der Festumzug durch Wüsten ein buntes Bild. (© Daniel Hobein)

Bad Salzuflen-Wüsten. Beim Volksfest ist in Wüsten ordentlich was los gewesen. Vor allem beim Festumzug am Samstagnachmittag wurde es im Dorf voll. Wer keinen Platz auf den insgesamt 21 Wagen gefunden hatte, jubelte vom Straßenrand aus mit.

Helga Kannengießer war eigens aus Ehrsen gekommen, um den Tross zu sehen. „Es ist toll, wie viele Leute der Umzug hier anzieht", betonte sie. Das zeige außerdem, was für eine starke Gemeinschaft es hier gebe. Um so wichtiger war es den Wüstenern denn auch, dass das Volksfest nach einem Jahr Pause wieder stattfand. „Es hat eine große Bedeutung, und es ist toll, dass hier was passiert", bekräftigte Arne Buschmeier. Mit Janik Strunk lief er als Cowboy mit Bullenbeinen beim Umzug mit.

Die beiden gehörten zur Gruppe des CVJM Wüsten, die sich als Motto „Fantastische Tierwelt" überlegt hatte. Von kleinen Schmetterlingen über Marienkäfer bis zu Schildkröten war alles dabei. Dabei wurden kräftig Süßigkeiten geworfen. Alleine der CVJM brachte bei dem etwa zwei Kilometer langen Rundweg 20 Kilogramm Schlickerzeug unter die Schaulustigen.

Während die Wagen etwas weniger geschmückt daherkamen, boten die Verkleidungen allerhand Blickfänge. Besonders eine Gruppe Hippies aus Arbeitskollegen und Freunden eines Herforder Autohauses präsentierte sich sehr farbenfroh. „Wir sind unterwegs im Auftrag der Liebe. Wüsten braucht mehr Liebe", lautete ihr Credo, das durch Songs von Dieter Thomas Kuhn und ABBA unterstrichen wurde. Ansonsten bot sich ein musikalischer Querschnitt: Rock, Partyklassiker oder Schlager – die Wüstener zeigten Vielfalt.

Auch die übrigen Tage standen im Zeichen der Musik. Am Freitag garantierten die Gruppen „More or Less" sowie „Rauhfaser" Stimmung; am Samstag war der „Lipperland-Express" dabei. Sonntag drehten sich zum großen Finale noch einmal die Karussells auf dem Festplatz. Nach dem ökumenischen Gottesdienst und dem Frühschoppen präsentierten gestern Nachmittag noch einmal zahlreiche Gruppen bei Vorführungen ihr Können.

Von den Minis des MSC, der Jugendfeuerwehr bis hin zu den Wüstener-Kids waren alle mit dabei. Heike Mügge vom Vorstand des Kulturrings zog nach drei Tagen ein positives Fazit: „Die Stimmung war an allen Tagen echt super. Die Leute scheinen das große Festzelt nicht vermisst zu haben, die Pagodenzelte kamen sehr gut an." Bis zum nächsten großen Fest müssen sich die Wüstener aber wohl gedulden. Der Zwei-Jahres- Turnus soll wohl bleiben.

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