Salzufler Schlosspark ist zum Alt-Opel-Treffen rappelvoll

Jan Christian Pinsch

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Ein Klassiker: (von links) Holger Weber, Heiko Bredefeld und Gerd Frewert von den Alt-Opel-Freunden bestaunen einen „Kapitän" aus dem Jahr 1951. - © Jan Christian Pinsch
Ein Klassiker: (von links) Holger Weber, Heiko Bredefeld und Gerd Frewert von den Alt-Opel-Freunden bestaunen einen „Kapitän" aus dem Jahr 1951. (© Jan Christian Pinsch)

Bad Salzuflen-Schötmar. Erstmals im Schlosspark haben sich die Alt-Opel-Freunde bei ihrem fünften Jahrestreffen versammelt. Alle Beteiligten zeigten sich über die neue Kulisse begeistert.

Knapp 500 Fahrzeuge aus allen Teilen der Republik fanden den Weg ans Schloss Stietencron. „Die Oldtimer aus dem Hause Opel sind ein historisches Kulturgut, das perfekt zu diesem Baudenkmal passt", begründete Vorsitzender Gred Frewert den Umzug vom Schützenplatz. Beim Rundgang über das Gelände lag die Begeisterung aller Beteiligten spürbar in der Luft: Der Vorsitzende blickte ausschließlich in strahlende Gesichter. „Die neue Kulisse ist spektakulär", meinte Vereinskollege Dieter Wäscher. „Die Struktur ist fantastisch aufgelockert, es gibt sonnige und schattige Plätzchen."

Frewert selbst kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Die Atmosphäre ist der Wahnsinn, und wann sonst sieht man solche Fahrzeuge?", fragte er angesichts der zahlreichen restaurierten Raritäten. Bereits mittags war selbst die abseits gelegene Wiese, die nur als Ausweichplatz gedacht war, proppenvoll. Mittendrin: der Opel Ascona 400 von Frank Beuter. 268 Exemplare waren 1981 davon gebaut worden; heute existieren vielleicht noch 60, so der Eigentümer.

Doch auch frühere Bestseller können heute rar sein, wie Frewert am Beispiel von Olaf Strümplers signalgrünem Rekord D mit 4-Gang-Schaltgetriebe von 1976 verdeutlichte. „Das war früher ein klassischer Familienwagen", meinte er. „Es gab aber kaum Leute, die ihn aufbewahrt haben, sodass er heute extrem selten ist." Der Eigentümer aus Würzburg hat nicht nur Herzblut in die Restauration gesteckt.

Der Opel Rekord P2 als Cabrio war von Anfang an etwas ganz besonderes. „Neben zwei Prototypen sind lediglich 19 Fahrzeuge produziert worden", erklärte Jens Matros, der eines der verbliebenen Exemplare vorstellte. Auch der Opel Admiral B, der in geringen Stückzahlen gebaute Krankenwagen, avancierte zum Blickfänger. Vom Kapitän über Kadett und Diplomat bis hin zum Commodore waren alle Modellgruppen vertreten. „Diese Vielfalt ist in der Form bundesweit quasi einzigartig", war sich Frewert sicher. Ergänzt wurde die Schau um einen Teilemarkt.

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