Kleines Happy End am Kurparksee

Stefan Backe

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Umzug: (von links) Thorsten Dodt, Geschäftsführer des Tierparks Herford, Tierpfleger Raphael Schäffer und Kurdirektor Stefan Krieger stehen mit der eingefangenen Kanadagans am Kurparksee. - © privat
Umzug: (von links) Thorsten Dodt, Geschäftsführer des Tierparks Herford, Tierpfleger Raphael Schäffer und Kurdirektor Stefan Krieger stehen mit der eingefangenen Kanadagans am Kurparksee. (© privat)

Bad Salzuflen. Die flugunfähige junge Kanadagans, deren Schicksal und Zustand viele Besucher beschäftigt hat, blickt offenbar einer sicheren Zukunft entgegen. Am Freitag ist der Vogel von Experten eingefangen und in den Tierpark Herford gebracht worden.

Wie berichtet, hatten LZ-Leser die Initiative ergriffen und eine Behandlung für das Jungtier gefordert. Denn während sich fünf Küken am Kurparksee normal entwickelt hatten und nach und nach Flugübungen mit den Eltern absolvierten, musste ein Tier mit sichtlich missgebildeten Flügeln am Boden bleiben – was bei nicht wenigen Betrachtern starkes Mitleid erregt hatte.

Das Staatsbad hatte zunächst nach Rücksprache mit Experten entschieden, der Natur in diesem Fall ihren Lauf zu lassen und nicht einzugreifen. Kurdirektor Stefan Krieger hat sich nun allerdings für eine andere Lösung stark gemacht. Auf Bitten des Staatsbads kamen am Freitag Mitarbeiter des Tierparks Herford zum Kurparksee, um die Gans einzufangen.

Es folgte eine Untersuchung beim Tierarzt, die die ersten Einschätzungen bestätigte: Die junge Kanadagans werde aufgrund der Missbildung der Flügel nie fliegen können, habe aber keine Schmerzen. „Sie wird jetzt noch etwas aufgepäppelt und soll dann zusammen mit Artgenossen im Tierpark Herford leben", erklärte Stefan Krieger. Dort sei das flugunfähige Tier auch besser gegen vierbeinige Räuber geschützt, die ihr am Kurparksee hätten nach dem Leben trachten können.

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