Inner Wheel Distrikt 90 übergibt 12.100 Euro für die Äthiopien-Hilfe

Alexandra Schaller

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Freuen sich über die Spende: (von links) Dieter Lorenz, Barbara Böhlen (Past Club Präsidentin des Inner Wheel Clubs Lemgo-Bad Salzuflen), Susanne Pauls (Vorstandsmitglied Inner Wheel Club Lemgo-Bad Salzuflen) und Christine Hoyer-Nohroudi. - © Alexandra Schaller
Freuen sich über die Spende: (von links) Dieter Lorenz, Barbara Böhlen (Past Club Präsidentin des Inner Wheel Clubs Lemgo-Bad Salzuflen), Susanne Pauls (Vorstandsmitglied Inner Wheel Club Lemgo-Bad Salzuflen) und Christine Hoyer-Nohroudi. (© Alexandra Schaller)

Bad Salzuflen. Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Dieter Lorenz für das Land Äthiopien und seine Bewohner. Als inzwischen pensionierter Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde hat er vor zwölf Jahren das Projekt „Vermittlung von Aids-Waisen“ ins Leben gerufen. Mit einer Spende über 12.100 Euro wird es nun auch vom Distrikt 90 des Inner Wheel Clubs (IWC) unterstützt, zu dem auch der IWC Lemgo-Bad Salzuflen gehört.

Bereits im September wird Lorenz auf eigene Kosten einmal mehr in das afrikanische Land reisen – und sich vor Ort überzeugen, dass die Gelder auch da ankommen, wo sie benötigt werden. „Zu sehen, wie sich unsere Schützlinge entwickeln, das ist unglaublich bewegend“, erzählt er. In das Projekt werden Kinder aufgenommen, die aufgrund einer Aids-Erkrankung ihre Eltern verloren haben. „Wir vermitteln die Kinder dann zu Familien in der Nachbarschaft, aus der sie stammen“, erklärt Lorenz.

Bewusst wolle man die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld lassen. Die Familien werden indes finanziell unterstützt, um den Kindern unter anderem eine schulische Bildung ermöglichen zu können. „Wichtig ist uns auch, dass wir ausschließlich äthiopische Mitarbeiter vor Ort einsetzen, die den Familien zum Teil ehrenamtlich als Ansprechpartner und Unterstützung zur Verfügung stehen“, erklärt Lorenz. Seit nunmehr fünf Jahren werden über das Projekt auch Frauen gefördert, die ihren Ehemann durch Aids verloren haben. „Ihnen geben wir Starthilfe, um sich ein selbstständiges Leben aufzubauen.“

Ein Projekt, das Christine Hoyer-Nohroudi als damalige Distriktpräsidentin direkt überzeugt hat. „Es ist ein Thema, das uns als Frauen-Club am Herzen liegt“, erklärt sie. Vor allem, dass es dabei um Hilfe zur Selbsthilfe gehe, habe überzeugt.

Knapp 60.000 Euro werden jährlich benötigt, um das Projekt am Leben zu halten, weiß Dieter Lorenz. Aktuell teilt sich die Kirchengemeinde die Kosten mit einer Gruppe aus Italien. In den vergangenen zwölf Jahren konnte so rund 400 Kindern geholfen werden – und in nur fünf Jahren fast ebenso vielen Frauen. „Ich kenne viele Projekte in Äthiopien. Das ist eines der solidesten“, betont Lorenz. Dennoch sei es derzeit nur ein Anstoß: „Es gibt noch viele Kinder, die dringend Hilfe benötigen.“

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