Nach fünf Jahren Pause dreht sich im Messezentrum wieder alles um vier Reifen

Stefan Backe

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Viel Platz für die Originale: Messe-Geschäftsführer Andreas Reibchen und Projektleiterin Miriam Schlennstedt freuen sich, dass die Halle am Wochenende zahlreiche Karossen aller Güteklassen und Sorten beherbergen wird. - © Stefan Backe
Viel Platz für die Originale: Messe-Geschäftsführer Andreas Reibchen und Projektleiterin Miriam Schlennstedt freuen sich, dass die Halle am Wochenende zahlreiche Karossen aller Güteklassen und Sorten beherbergen wird. (© Stefan Backe)

Bad Salzuflen-Schötmar. Mindestens 15 Marken, mehr als 50 Modelle, Spritfresser und Öko-Stromer, Geländewagen-Parcours und Fahrsimulator – wer irgendwie Interesse an motorisierter Fortbewegung auf vier Rädern hat, dürfte an diesem Wochenende im Messezentrum richtig aufgehoben sein. Die Organisatoren freuen sich auf die Wiedergeburt einer alten Erfolgsgeschichte.

Die Wurzeln: Mit einer kleinen Ausstellung 1987 hatte sich das Messezentrum Salzuflen erstmals mit dem Thema Oldtimer beschäftigt. Es folgte Anfang der 1990er Jahre die Geburt des „Autosalons". „Zu den Glanzzeiten war in der Fachpresse sogar von ,der kleinen IAA in Ostwestfalen‘ die Rede", erinnert sich Messe-Chef Andreas Reibchen. Gar nicht gerne denkt er allerdings an das Ende 2012 zurück: „Der Autosalon hatte in seiner alten Form keine Zukunft mehr. Wir mussten ihn aus wirtschaftlichen Gründen einstellen." Unter anderem hatten sich die Modellzyklen geändert. Neue Wagen gab es nicht mehr nur im Frühjahr und Herbst, sondern massenhaft über das ganze Jahr verteilt. Zudem hatten die Hersteller sich peu á peu von regionalen Aktivitäten zurückgezogen.

Information
Preise, Zeiten, Shuttle-Bus

Die „Automobile" im Messezentrum Bad Salzuflen, Benzstraße 23, ist am Samstag und Sonntag, 14. und 15. Oktober, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Zugang. Einen besonderen Service bieten die Messe-Verantwortlichen allen Besuchern, die am Wochenende auch das Street-Food-Festival auf dem Salzhof besuchen wollen. Zwischen Messe und Innenstadt pendelt ein kostenloser Shuttle-Bus. www.automobile-messe.de

Die Neuauflage: „Die Zeiten sind gut", fasst Andreas Reibchen zusammen, warum die Messe OWL GmbH sich nach fünf Jahren Pause mit einem neuen Konzept wieder auf den Auto-Markt einlässt. Man sei oft von Besuchern und Händlern nach einer Fortsetzung gefragt worden. Vor allem das Thema „Alternative Antriebe" habe ein verstärkt Interesse geweckt. Dem trägt die „Automobile" am Samstag und Sonntag mit einer zentralen Fläche Rechnung, wo zwölf Wagen der Kategorie „E-Mobility" zum Angucken und teilweise auch Probefahren bereitstehen. Statt eines Aufbaus alter Prägung gibt es jetzt keine festen Stände mehr. Vielmehr soll ein Marktplatzcharakter in der großen Halle entstehen.

Das Angebot: Bei der Automobile sind nicht nur die klassischen Marken der großen Hersteller vertreten. Zu sehen sind auch Marken wie Ferrari, Maserati, Lamborghini oder Tesla. Apropos „Kleine IAA in OWL": „Da war Tesla in diesem Jahr nicht vertreten – aber bei uns stellen sie aus", freut sich Andreas Reibchen. Er verweist zudem darauf, dass auch die „Exoten" nicht durch Showstände, sondern von Händlern mit Beratung präsentiert werden.

Neue Eindrücke: Die Nachfrage nach SUV-Modellen ist ungebrochen. Unzählige Varianten prägen auch das Straßenbild in Lippe. Was die meisten eint: Ihre Besitzer werden selten bis nie wirklich im Gelände unterwegs sein. Wer dennoch testen möchte, was sein Auto theoretisch alles kann, ist auf einem Indoor-Testparcours richtig aufgehoben. Hier steuern Profis verschiedene Modelle über Stock und Stein, durch Schrägfahrpassagen und über Wippen. Besucher können nach Anmeldung auf dem Beifahrersitz Platz nehmen.

Wer wissen will, wie sich die in der Messehalle ausgestellten Rennwagen ungefähr bei Tempo 250 anfühlen, kann einen kostenlosen Fahrsimulator nutzen – sofern es die Warteschlange zulässt. „Das ist keine Kinderbelustigung, sondern ein echter Rennstreckensimulator mit ordentlicher Fliehkraft", schwärmt Andreas Reibchen.

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