Lkw wird aufwendig aus einem Graben in Bexten gehoben

Dieter Asbrock

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Laster in Schräglage: Mitarbeiter von Mercedes-Thorwesten aus Stukenbrock bereiten den havarierten Lkw für die Bergung mit Hilfe eines Krans vor. - © Dieter Asbrock
Laster in Schräglage: Mitarbeiter von Mercedes-Thorwesten aus Stukenbrock bereiten den havarierten Lkw für die Bergung mit Hilfe eines Krans vor. (© Dieter Asbrock)
Muss geborgen werden: Der weiße Lkw ist in den Graben gerutscht. - © Freya Köhring
Muss geborgen werden: Der weiße Lkw ist in den Graben gerutscht. (© Freya Köhring)

Bad Salzuflen-Bexten. Fast einen ganzen Tag lang ist die Bekampstraße in Bexten zwischen Kiekerei und Auf der Huneke gesperrt gewesen, nachdem ein Lkw am Dienstagabend auf das durchweichte Fahrbahn-Bankett geraten und in den Graben gerutscht war. Erst im Laufe des Mittwochs gelang es, den mehr als 30 Tonnen wiegenden Lastwagen zu bergen.

Das Malheur hatte sich am Dienstag gegen 19 Uhr ereignet. Warum die Fahrerin des 30-Tonners von der Fahrbahn abrutschte, ist noch unklar. Die schmale Straße ist für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt, Lieferverkehr ausgenommen.

Ein Team des Bergungsspezialisten Thorwesten aus Schloß Holte-Stukenbrock versuchte bis in den späten Abend vergeblich, den bis zu den Achsen eingesunkenen Lkw einer Mindener Spedition wieder flott zu machen, musste aber aufgeben. Die Spedition ließ einen zweiten Lkw kommen, an dem das havarierte Fahrzeug angekettet wurde, um ein weiteres Absacken im durch Regen aufgeweichten Boden zu verhindern.

Der Container - Leergewicht vier Tonnen - hatte 14 Tonnen Lkw-Reifen geladen. Da nicht klar war, wo genau der Lkw nach dem Abrutschen seinen Schwerpunkt hatte, wurde ein schweres Kranfahrzeug von der Firma Bracht aus Herford angefordert. Der Kran sollte den Lkw so weit anheben und damit entlasten, dass die Bergefahrzeuge von Thorwesten den Lastwagen aus dem Graben ziehen konnten.

Dafür war allerdings einiges an Vorarbeit erforderlich. Zunächst mussten die Bäume am Straßenrand beschnitten werden, damit der Autokran Platz hatte. Der wiederum musste mit großen Platten gegen ein Einsinken in den weichen Untergrund gesichert werden. Tonnenschwere Gewichte sorgten für erhöhte Standfestigkeit des Krans beim Anheben des Lkw. Anschließend klappte die Bergung aber wie am Schnürchen, der Lkw konnte wieder auf die Straße gezogen werden. Er war noch fahrbereit und musste nicht abgeschleppt werden. Die Bekampstraße konnte gegen 15 Uhr wieder freigegeben werden.

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