Kampagne "100 Prozent Bad Salzuflen" endet mit einem Festumzug

Stefan Backe

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Beim Festumzug der Ortsteile sollen die Besucher sofort sehen, wer gerade an ihnen vorbeizieht. Frauke Borgstede und ihr Stadtmarketingteam haben dafür spezielle Schilder anfertigen lassen. - © Stefan Backe
Beim Festumzug der Ortsteile sollen die Besucher sofort sehen, wer gerade an ihnen vorbeizieht. Frauke Borgstede und ihr Stadtmarketingteam haben dafür spezielle Schilder anfertigen lassen. (© Stefan Backe)

Bad Salzuflen. „100 Prozent Bad Salzuflen" – unter diesem Motto haben die Salzufler seit 2014 einiges erleben können. Ausgehend von einer erfolgreichen Bewerbung um Fördergelder beim Landesprojekt „Ab in die Mitte", hatte das Salzufler Stadtmarketing 
diverse Aktionen wie die Bürgerreisen, die Rekordjagd oder die Ortsteil-Serie ins Leben gerufen. Zum offiziellen Abschluss sprach die LZ mit Initiatorin Frauke Borgstede.

Wie fällt Ihre 100-Prozent-Bilanz aus? Hat sich der Aufwand gelohnt?

Information

Das Programm

Der „StreetFood Circus" auf dem Salzhof mit 25 Ständen hat am Samstag, 14. Oktober, von 12 bis 23 Uhr und am Sonntag, 15. Oktober, von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Am Sonntag haben auch die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Der Abschluss der 100-Prozent-Kampagne findet am Sonntag von 12 bis 16 Uhr mit Musik, Aufführungen, Interviews und Ständen am Alten Markt statt. Der Festumzug startet um 13 Uhr am Parkplatz Herforder Straße mit folgender Route: Gröchteweg, Roonstraße, Parkstraße, Lange Straße, Salzhof.

Frauke Borgstede: Ich finde, wir haben einen schönen Reigen mit ganz unterschiedlichen Sachen gehabt. Von der daher hat sich der Aufwand zu Beginn mit dem Riesen-Antrag beim Land auf jeden Fall gelohnt. Besonders in Erinnerung ist mir persönlich aus dem ersten Jahr der Kurzfilmwettbewerb geblieben. Und die ersten Bürgerreisen, bei denen Salzufler mit Koffern in ein Salzufler Hotel gezogen sind, um ihre Stadt ganz neu zu entdecken. Auch das Jahr der Rekorde mit dem Buch zum Abschluss war ein Höhepunkt.

Wie sieht es mit der Ortsteil-Kampagne aus? In den vergangenen 14 Monaten haben Sie versucht, die Eigenarten der Dörfer zu betonen und die Identifikation zur Gesamtstadt zu stärken. Ist das Vorhaben gelungen?

Borgstede: Ich finde, da macht die Summe das aus, was wir erreichen wollten. In der Regel waren es ja kleine Aktionen, mit denen wir die Wertschätzung für die Akteure vor Ort betonen wollten. Durch die finanzielle Unterstützung und die Werbung konnten wir da einen kleinen Beitrag leisten. Insgesamt haben mich viele Dinge positiv überrascht. Anderes muss und soll noch wachsen – man kann es ja nicht mit dem Holzhammer erzwingen.

Hat denn der erhoffte Effekt eingesetzt, dass sich die unterschiedlichen Ortsteile bei ihren Aktionen gegenseitig besucht haben? Oder sind die Dörfer doch unter sich geblieben?

Borgstede: Das ist bei den Aktionen sehr unterschiedlich gewesen. Aber ich glaube, wir haben zumindest erreicht, dass die Wahrnehmung der einzelnen Ortsteile insgesamt gestiegen ist – selbst wenn man nicht bei den Aktionen dabei war. Auch wegen unserer Plakate ist über die Monate ein Wiedererkennungseffekt entstanden, weil die Menschen das Logo kannten. Zudem haben wir sicher dazu beigetragen, dass mancher Salzufler noch einmal gemerkt hat, was seine Stadt zu bieten hat – in den Ortsteilen, aber auch im Zentrum.

Sie sprachen das markante 100-Prozent-Logo an. Gleichwohl lassen Sie es jetzt verschwinden?

Borgstede: Wir haben im Fachbeirat Stadtmarketing entschieden, dass wir 2018 gemeinsam das Jubiläum „200 Jahre fürstliches Soleheilbad" unterstützen wollen. Das wird vom Staatsbad, vom Kulturbüro und vom Stadtmarketing zusammen organisiert. Hier planen wir verschiedene Aktionen, bei denen wir auch wieder die Bürger vor Ort einbinden wollen. Das alles soll am besten unter einem Logo laufen – wir wollen nicht, dass es mit 100 Prozent durcheinander gerät.

Zum Abschluss wird noch einmal kräftig gefeiert. Was erwartet Besucher und Teilnehmer?

Borgstede: Ein großer Street-Food-Markt auf dem Salzhof am Samstag und Sonntag. Vor allem aber natürlich der bunte Umzug am Sonntag durch die Innenstadt. Darauf bin ich selbst sehr gespannt, wie es letztlich aussehen wird. Nach meinem Wissen hat es so etwas noch nicht gegeben.

Wie ist die Rückmeldung? Sind alle zwölf Ortsteile vertreten?

Borgstede: Nur aus Wülfer-Bexten und Werl-Aspe haben wir leider noch nichts gehört. Aber die Ortsschilder sind auch für diese Dörfer vorbereitet. Wer spontan mitmachen möchte, kann vorbeikommen. Ansonsten haben wir viele und ganz verschiedene Anmeldungen bekommen. Es gibt einige Ortsteile, in denen Festumzüge eine lange Tradition haben. Jetzt ist es eine tolle Gelegenheit, das mal in einem anderen Rahmen zu präsentieren.

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