Randalierende junge Männer werden in Salzuflen überfallen

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(© Bernhard Preuss)

Bad Salzuflen. Nachdem sie selbst groben Unfug mit übrigbebliebenen Silvesterböllern betrieben hatten, sind drei junge Männer am Freitagabend von einem Unbekannten überfallen und bedroht worden.

Gegen 21 Uhr wollten die drei 17 bis 29 Jahre alten Männer in der Beetstraße aus Spaß mehrere übrig gebliebene Silvesterkracher zünden. Nach der lauten Detonation des ersten Böllers kam ein Mann auf die Gruppe zu und forderte zunächst drohend die Herausgabe der übrigen Böller, welche er sofort zerbrach.

Wie die drei Männer später bei der Polizei aussagten, habe der fremde Mann im Anschluß von dem 17-Jährigen der Gruppe die Herausgabe von Bargeld verlangt. Als dieser der Forderung nicht unmittelbar nachkam, habe der Täter den Jugendlichen mit einem Faustschlag ins Gesicht zu Boden geschlagen. Der Unbekannte soll dann auch von einem weiteren Mitglied der Gruppe Bargeld gefordert haben. Der angesprochene 29 Jahre alte Mann rief jedoch bereits über sein Handy die Polizei, woraufhin sich der Täter zu Fuß in Richtung der "Salzetalklinik" entfernte.

Der niedergeschlagene Jugendliche wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Die drei Männer und eine Zeugin, die auf den lauten Knall des gezündeten Böllers aufmerksam geworden war und dadurch auch die Schläge beobachtet hatte, beschreiben den Täter als etwa 25 Jahre alt, ca 1,90 m große und 'mollig'. Der Mann trug eine schwarze Jacke und eine schwarze Mütze. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Nummer 05222/98180 zu melden.

Information

Bußgeldkatalog: Harte Strafen für Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz


Jeglicher Verstoß der Sprengstoffverordnung gegen das Zündverbot von Feuerwerk zwischen dem 2.1. und dem 30.12. eines jeden Jahres stellt laut Bußgeldkatalog eine Umweltschutzordnungswidrigkeit dar und wird in NRW mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet.

Wer - etwa für eine Hochzeitsfeier - dennoch in dieser Zeit nicht auf ein Feuerwerk  verzichten will, benötigt eine Genehmigung und Erlaubnis der zuständigen Behörde. Diese legt dann fest, an welchem Ort und in welchem Zeitfenster das Feuerwerk zulässig und damit legal ist.

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