Mit neuem Rastplatz an der A2 soll mehr Ruhe für die Anwohner einkehren

Herford: Ab Oktober werden die Autobahnparkplätze Herford-Nord und -Süd umgebaut. Vom Lärmschutz für parkende Lkw-Fahrer sollen auch Anwohner der A2 profitieren

Peter Steinert

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Linderung möglich: Die Rastplätze Herford Süd und Nord werden in diesem Jahr ausgebaut. Zumindest für die Parkenden soll es Lärmschutzwände geben. - © Peter Steinert
Linderung möglich: Die Rastplätze Herford Süd und Nord werden in diesem Jahr ausgebaut. Zumindest für die Parkenden soll es Lärmschutzwände geben. (© Peter Steinert)

Herford . Wenn andere über Niederschläge stöhnen, freut sich Walter Vogelsang. „Aaah, Regen", atmete der 79-Jährige auf – denn jeder Tropfen nehme ein wenig vom Lärm weg, der von der nahen Autobahn 2 herüberschallt. Zusätzliche Entlastung könnte ihm der Rastplatz Herford-Nord an der Grenze zu Bad Salzuflen bringen. Der wird ausgebaut und erhält Schallschutzwände. Profiteure wären Anwohner wie Vogelsang, der in der Nähe des „Waldfriedens" lebt. Anspruch darauf hat er aber nicht.

Dafür wohnt er mit etwa 700 Metern zu weit von der Lärmquelle entfernt. Lediglich 500 Meter sind es, die zwischen der A 2 und dem ehemaligen Areal der britischen Streitkräfte beidseits der Stadtholzstraße liegen, auf dem in den vergangenen Jahren zwei Siedlungen und der Sportpark entstanden. Laut Stadtsprecherin Susanne Körner wurde die Maresfield-Kaserne 1994 aufgegeben. Der Bebauungsplan „Waldfrieden" trat 1999 in Kraft, die ersten Familien zogen 2004 ein.

Anspruch auf Lärmschutz haben sie nicht. Laut Manfred Klein von der Autobahnniederlassung Hamm des Landesbetriebs Straßen.NRW wurde beim sechsspurigen Ausbau der A 2 wegen des relativ großen Abstands zu Wohngebieten und vergleichsweise niedrigen Lärmbelastungen (bis 54 Dezibel, das ist normale Gesprächslautstärke) keine Lärmschutzmaßnahmen angeordnet. Trotzdem können die Anwohner hoffen. Denn mit dem Umbau der Rastplätze Herford-Süd und -Nord ab Oktober steht auch der Lärmschutz vor einer Überprüfung. Die Zahl der Lkw-Stellplätze soll von derzeit je 16 auf 33 (Nordseite) und 37 (Südseite) steigen durch Abriss der früheren Tank- und Rastanlage.

Die Pkw-Stellplätze werden auf jeweils 20 reduziert. Laut Sven Johanning (Straßen.NRW) gehört zur Umgestaltung der Rastplätze auch eine lärmtechnische Berechnung, die derzeit durchgeführt werde. Daraus ergäben sich die notwendigen Lärmschutzmaßnahmen, die allerdings noch mit dem Bund als Auftraggeber abgestimmt werden müssten. Im NRW-Verkehrsministerium geht man davon aus, dass es nach dem Umbau in den angrenzenden Wohngebieten ruhiger wird.

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