Mit Video: Aus dem Zuber ein Blick in die Zukunft Bad Salzuflens

Katrin Kantelberg

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Die Wanne ist noch lange nicht voll: Staatsbad-Chef Stefan Krieger (links) und VHS-Leiter Franz Meyer haben es sich in den Solewannen bequem gemacht. Im Quiz treten sie gegen Kurt Müller und Sabine Bock an. Im flotten weißen Bademantel moderiert 
LZ-Redakteur Thomas Reineke die Runde auf der Bühne vor der Paulinenquelle auf dem Salzhof. - © Katrin Kantelberg
Die Wanne ist noch lange nicht voll: Staatsbad-Chef Stefan Krieger (links) und VHS-Leiter Franz Meyer haben es sich in den Solewannen bequem gemacht. Im Quiz treten sie gegen Kurt Müller und Sabine Bock an. Im flotten weißen Bademantel moderiert 
LZ-Redakteur Thomas Reineke die Runde auf der Bühne vor der Paulinenquelle auf dem Salzhof. (© Katrin Kantelberg)

Bad Salzuflen. Zurück in die Top 5 der Kur- und Heilbäder in Deutschland. Staatsbaddirektor Stefan Krieger gibt die Marschroute vor. Und das im ungewöhnlichen Dress: Im weißen Bademantel sitzt er neben VHS-Leiter Franz Meyer in der Holzwanne und stellt sich den Fragen von Thomas Reineke, Leiter Lokales der LZ.

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Anlässlich des verkaufsoffenen Sonntags „Bad Salzuflen blüht auf" haben Staatsbad, Stadtmarketing und LZ zum ersten „Solewannengespräch" auf den Salzhof geladen, um mit dieser außergewöhnlichen Aktion „200 Jahre Fürstliches Solebad" zu feiern. Dafür sind nach historischem Vorbild zwei Badezuber gezimmert worden, und in eben diesen nehmen Stefan Krieger und Franz Meyer Platz, um im Gespräch mit Thomas Reineke auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Kurortes zu schauen.

Schnell bildet sich vor der Paulinenquelle eine Menschenmenge um die Bühne mit den weiß bemäntelten Männern. Die müssen sich zunächst gegen zwei Bürger im Quizduell behaupten. Und Sabine Bock und Kurt Müller erweisen sich als starke Konkurrenten.

Wie tief ist die tiefste Quelle in Bad Salzuflen (Gustav-Horstmann-Sprudel, 1018 Meter)? Welche Funktion hatte der Katzenturm (Wehrturm)? Wie viel Liter Sole fließen über die Gradierwerke (600.000)?Oder auch: Wer ist der größte Arbeitgeber in der Stadt (Maritim, 9400 Mitarbeiter)? Kniffelige Fragen, bei denen die Zuschauer mitfiebern – am Ende sichern sich Meyer und Krieger, die sich in ihren Wannen sichtlich wohl fühlen, knapp den Sieg.

Im Anschluss wirft Historiker Franz Meyer einen Blick zurück auf die Anfänge vor 200 Jahren, als der Salzhof noch der Salzgewinnung diente, aber dank Mediziner Dr. Heinrich Hasse zunehmend auch der gesundheitliche Aspekt der Sole in den Vordergrund trat. Anfang des 20. Jahrhunderts dann hatte es Salzuflen geschafft und zählte zu den Top 5 der deutschen Heilbäder. 1972 war der Höhepunkt erreicht: 72.000 Kurgäste kamen in die Stadt. 1,85 Millionen Übernachtungen wurden gezählt, mehr konnten damals nur Frankfurt, Berlin und München bieten.

Goldene Zeiten, an die Kurdirektor Stefan Krieger anknüpfen will. So habe sich die Übernachtungszahl in den vergangenen vier Jahren von 700.000 auf 800.000 gesteigert. Für weiteres Wachstum will er auch die Sole-Trinkkur in der modernisierten Wandelhalle wieder verstärkt in den Fokus rücken. Leicht bis schwer salzig schmecke das Wasser – und sei damit auf alle Fälle schwer gesund. Wichtig ist es Krieger, die Kur-Immobilien wieder mit Leben zu füllen.

Eine Art Gesundheits-Campus schwebt ihm vor mit Tagungen und Angeboten für Gäste und Einheimische, und auch ein Bäder-Museum würde er gern wieder installieren. Vorab aber sollen im Sommer noch Kurpark und Wandelhalle neu erstrahlen. Der 14. Juli ist als Termin gesetzt. Wird alles pünktlich fertig? Stefan Krieger lacht: „Eröffnet wird auf alle Fälle." Zum Abschluss gibt es für die launige Veranstaltung reichlich Applaus.

Offene Geschäfte und viele Aktionen

Volle Straßen, volle Geschäfte: Viele Menschen kamen zur Aktion „Bad Salzuflen blüht auf" in die Innenstadt. Die Geschäfte öffneten pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen um 13 Uhr ihre Türen, zudem hatte das Stadtmarketing mit Hilfe vieler Sponsoren Aktionen und Live-Musik in die City gebracht. An sechs Stationen konnten sich Mutige bei der Fußballrallye ausprobieren. Als Gewinn werden unter anderem drei Deutschland-Fußball-Trikots verlost. Dazu gab es noch Hüpfburg, Ballonkünstler und vieles mehr. Eine rundum gelungene Veranstaltung.

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