Für Retzen "wird es schwierig"

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Schulpolitiker: Thomas Sternberg äußerte sich auch zur Lage in Augustdorf.  - © Foto: Kemna
Schulpolitiker: Thomas Sternberg äußerte sich auch zur Lage in Augustdorf.  (© Foto: Kemna)

Bad Salzuflen-Retzen (kem). Der CDU-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Münster) hat in Retzen davor gewarnt, "allzu forsch Grundschulen abzuschaffen". Sternberg räumte aber ein: "Wir werden Schulen schließen müssen angesichts sinkender Schülerzahlen." Er ist Sprecher des Ausschusses für Schule und Weiterbildung im Landtag.

In Retzen steht, wie auch an anderen Orten, die Grundschule vor der Schließung. Dass Dorfschulen ab 92 Kindern gehalten werden können, schaffe viel Luft, sagte Sternberg am Donnerstagabend. Doch angesichts der Zahlen von Retzen müsse er zugeben, dass es "schwierig wird". 15 Kinder pro Jahr seien keine tragfähige Basis. Den Salzuflern em­pfahl Sternberg, eine Sekundarschule einzurichten. "Bei einer einzügigen Hauptschule würde ich mich auf den Weg machen."

Diskussionsteilnehmer aus  Augustdorf fragten nach einer Einschätzung Sternbergs zur Situation vor Ort: Dort gebe es eine gut funktionierende Realschule, eine einzügige Hauptschule, und eine Sekundarschule werde wegen des vorgeschriebenen Ganztags nicht gewünscht. Der Referent schlug vor, an der Realschule eine besondere Förderklasse einzurichten.

Zu der Veranstaltung über den Schulkonsens hatte der CDU-Kreisverband eingeladen. Sternberg machte deutlich, dass die Einführung der Sekundarschule nicht das Aus für die Hauptschule bedeute. "Wo sie funktioniert, wird sie bleiben." Er räumte ein, dass die CDU in den Jahren der Landesregierung "die Demografie zu wenig beachtet" habe. 

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