Bittere Pille für Park-Apotheke

Geschäft schließt nach 52 Jahren

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Trauriger Anblick: Die Schaufensterfläche in der Parkstraße ist mit langen Papierstreifen abgehängt worden.  - © Foto: Preuss
Trauriger Anblick: Die Schaufensterfläche in der Parkstraße ist mit langen Papierstreifen abgehängt worden.  (© Foto: Preuss)

Bad Salzuflen (bas). Lange Papierstreifen verhüllen die Schaufensterscheiben der Park-Apotheke. Gelbe Zettel weisen auf die Schließung des Geschäftes hin. Damit findet eine lange Tradition in der Parkstraße zunächst ihr Ende.

"Eine Fortführung als Filial­apotheke hat sich an dieser Stelle als nicht wirtschaftlich erwiesen", erklärte am Freitag Karl Brandes auf Anfrage der LZ. Der Inhaber der Brandes’schen Apotheke am Markt hatte die Einrichtung in der Parkstraße im Mai 2005 zusätzlich übernommen. Als Problem führte er nun den Umstand an, dass es in beiden Häusern approbierte Vollzeit-Apotheker habe geben müssen. Zudem seien die Rahmenbedingungen durch das Arzneimittelneuordnungsgesetz immer schwieriger geworden. "Ein Drittel aller Apotheken dürfte mittlerweile in den roten Zahlen stecken", schätzt Karl Brandes.

Während alle Mitarbeiter der Park-Apotheke bereits neue Arbeitsstellen gefunden hätten, sei den Stammkunden der Wechsel zur Brandes’schen Apotheke empfohlen worden. Dort würden auch die vormals gemeinsamen Kundenkarten weiter ihre Gültigkeit behalten.

Die Park-Apotheke war im April 1960 von Günter Hannig als eine der ersten in Bad Salzuflen gegründet worden. Hintergrund war die 1959 vollzogene Niederlassungsfreiheit für Apotheker. Davor hatte es nur die bereits 1792 gegründete - und seitdem in Familienbesitz befindliche - Brandes’sche Apotheke gegeben. Von 1973 bis 2005 hatte Manfred Hannig die Park-Apotheke geführt. Bekannt war die Einrichtung auch für selbst hergestellte Arzneimittel.

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