Malerei aus dem Tattoo-Studio

Janine Conde Lopez zeigt ihre Werke im "Fachwerk"

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Letzte Handgriffe: Janine Conde Lopez hängt ihr Bild "Wartezeit im Wunderland" in Schötmar auf.  - © Foto: Schwabbauer
Letzte Handgriffe: Janine Conde Lopez hängt ihr Bild "Wartezeit im Wunderland" in Schötmar auf.  (© Foto: Schwabbauer)

Bad Salzuflen-Schötmar. Drei Dinge sind für Janine Conde Lopez nach eigenem Bekunden "lebenswichtig": Malen, Zeichnen und Tätowieren. Die "Verbundenheit" der Tätigkeiten zeigt die gleichnamige Ausstellung der Künstlerin, die am Sonntag in der Künstlervereinigung "Fachwerk" in Schötmar eröffnet wird.

Zu sehen sind 13 Bilder sowie Zeichnungen und Objekte. "Ich kann nicht tätowieren, ohne zu zeichnen, nicht zeichnen, ohne zwischendurch zu malen, nicht malen, ohne zu tatöwieren", sagt die 37-jährige Künstlerin. Gelegenheit dazu hat Conde Lopez, weil sie neben der Malerei ein Tattoo-Studio betreibt. Ihre großflächigen Bilder stellen allesamt tätowierte Menschen dar, durch die Conde Lopez Gefühle hervorrufen oder eine Geschichte erzählen will.

Die Titel wie "Memory" oder "Daumenkino" sollen den Betrachter anregen, sich eine Geschichte hinter dem Bild auszudenken, doch selbst erklären will Janine Conde Lopez ihre Werke nicht. "Auf den Bildern spiegeln sich meine Emotionen, das ist schon sehr intim. Würde ich noch die Geschichte zum Bild erklären, wäre das wie ein Striptease." 

Die Inspiration für ihre Bilder liefern der Bielefelderin tätowierte Menschen aus ihrem Umfeld. Für jedes neue Werk erstellt sie zuerst eine Fotografie des Motivs. Danach folgt eine Vorzeichnung, schließlich die Coloration. "In vielen Fällen ist das Resultat ganz anders als die Idee zu Beginn." 

Bei jedem neuen Bild gebe es einen Punkt, an dem sie denke: "Das wird nichts, jetzt hast du es versaut." Ihre Malerei nennt sie "großflächig" und "wild". Beim Zeichnen hingegen zeigt die Bielefelderin eine andere Seite von sich: Die Arbeiten sind sehr filigran und detailverliebt, nur die Thematik ist oft dieselbe: Menschen, Gesichter und Tattoos, Arme oder Hände. 

Die Schau im "Fachwerk", Pfarrkamp, wird am Sonntag um 17 Uhr eröffnet und ist bis zum 18. März zu sehen.

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