Barntruper Feuerwehr wirbt um Quereinsteiger

Jens Rademacher

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Kündigen den Aktionstag an: (von links) Marktkauf-Geschäftsführer Andi Wiele, Sabrina Dähling vom Feuerwehr-Arbeitskreis Mitgliederwerbung, Stadtjugendfeuerwehrwart Eric Hein und Ralf Stammeier (ebenfalls Arbeitskreis-Mitglied). - © Feuerwehr Barntrup
Kündigen den Aktionstag an: (von links) Marktkauf-Geschäftsführer Andi Wiele, Sabrina Dähling vom Feuerwehr-Arbeitskreis Mitgliederwerbung, Stadtjugendfeuerwehrwart Eric Hein und Ralf Stammeier (ebenfalls Arbeitskreis-Mitglied). (© Feuerwehr Barntrup)

Barntrup. Für Jörg Mengedoht ist klar: „Man muss die Menschen direkt ansprechen." Plakatkampagnen flankieren in Kürze die Aktionen der Barntruper Wehr. Aber der persönliche Kontakt bringe am meisten, ist sich der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Barntrup sicher. Deshalb organisieren die Aktiven erstmals einen Aktionstag. Schauplatz am Samstag, 20. Mai, ist der Parkplatz des Marktkaufs am Försterweg in Barntrup.

Geschäftsführer Andi Wiele sei sofort angetan gewesen von der Idee. Von 10 bis 16 Uhr wollen die Wehrmitglieder nun Zugang zu den Erwachsenen finden und zugleich Programm bieten für die „kleineren zukünftigen Löscher", wie Mengedoht es formuliert: Die Jugendfeuerwehr zeigt Wasserspiele. Kinder können sich in Feuerwehrausrüstung fotografieren lassen. Anhand eines „Rauchhauses" wird gezeigt, wie sich Rauch ausbreitet und wie wichtig Rauchmelder sind. „Viele Flammen" kündigt Mengedoht für eine Mehlstaubexplosion im Miniformat an. „Und natürlich darf das große rote Feuerwehrauto nicht fehlen." Zugleich sind große Banner zu sehen, die in Kürze in allen Ortsteilen hängen sollen. Fünf der Plakate hat die Wehr als Teil einer landesweiten Kampagne angeschafft.

Der Hintergrund der Werbe-Offensive ist ernst: Wie überall im Land werden auch in Barntrup die Kräfte bei der Freiwilligen Feuerwehr knapp. „Wir haben zurzeit 120 bis 130 Aktive in den drei Löschzügen Barntrup, Alverdissen und Sonneborn", sagt Mengedoht. Doch in den nächsten Jahren werden einige aus Altersgründen ausscheiden. „Deshalb buhlen wir erstmals in dieser Form um Mitglieder."

Willkommen seien Interessenten für die Jugendfeuerwehr, „aber wir brauchen auch akut Quereinsteiger", betont der Pressesprecher. Stichwort: Tagesverfügbarkeit. Weil viele Feuerwehrleute außerhalb arbeiten, sind sie tagsüber im Einsatzfall nicht schnell genug an der Wache. „Es geht zurzeit noch, aber es wird eng." Angesprochen fühlen dürfen sich Frauen und Männer zwischen 17 und 55 Jahren. „Wenn sie in diesem Alter sind und Spaß an der Feuerwehr haben, sind die Voraussetzungen erfüllt", sagt Mengedoht schmunzelnd.

Übrigens: Die Hürden, um Feuerwehrfrau oder -mann zu werden, seien nicht mehr so hoch wie früher. „Man darf zwar nicht sofort Feuer löschen, aber die Voraussetzungen sind etwas gelockert worden." Eine Ausbildung sei zwar natürlich weiterhin Pflicht, aber nicht mehr jedes Mitglied der Feuerwehr müsse alles können und sämtliche Lehrgänge absolvieren.

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