Aus Barntrup kommen 18 Leader-Ideen

Sylvia Frevert

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Leader-Regionalmanager Borris Ortmeier (links), Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert (Vorsitzender der Lokalen Leader-Aktionsgruppe). - © Jens Rademacher
Leader-Regionalmanager Borris Ortmeier (links), Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert (Vorsitzender der Lokalen Leader-Aktionsgruppe). (© Jens Rademacher)

Barntrup. 18 Projektvorschläge aus Barntrup hat Leader-Regionalmanager Borris Ortmeier auf dem Schreibtisch liegen – vom Trimm-dich-Pfad im Stadtwald bis zur Beleuchtung der Boule-Anlage am Freibad. Aber in die Umsetzung ist noch nichts gegangen. „Ich bin derzeit nicht in der Lage, eine Einschätzung zu Ihren Ideen abzugeben", sagte Ortmeier den Barntruper Ratsmitgliedern.

Er machte deutlich: Für die erste Einschätzung, ob ein Projekt förderfähig ist, müsse mehr als eine grobe Idee in wenigen Sätzen vorliegen. „Wir haben ein Muster für erste Projektskizzen entworfen." Wichtig seien dabei Angaben zu Ansprechpartnern, Beschreibungen, Ziele und Projektumfänge. Grundlage für eine Förderung sei die „Regionale Entwicklungsstrategie Nordlippe" – dazu müssten Projekte einen Bezug haben. „Sonst ist keine Förderung möglich."

Freilich sind nach Ortmeiers Angaben NRW-weit bislang nicht einmal 20 Leader-Sachprojekte bewilligt worden. „Es gibt im Ländervergleich ein starkes Gefälle im vorgeschalteten Bürokratie-Aufwand", so Ortmeier.

Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert und er hatten kürzlich in einem LZ-Interview Kritik an der aktuellen Leader-Bürokratie geäußert. Inzwischen haben sich laut Ortmeier die NRW-Leader-Regionen zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, um sich „für eine bessere Sprachregelung mit dem zuständigen Ministerium" einzusetzen. Er erhoffe sich davon auch für Nordlippe „mehr Fluss" in den Abläufen, so Ortmeier.

Darüber hinaus gab es vor wenigen Tagen Gespräche mit der Bezirksregierung. Beide Seiten hätten dabei betont, dass sie das Leader-Programm zum Erfolg führen wollen.

Von den derzeit 18 Ideen für Projekte in Barntrup sind nach Angaben von Bauamtsleiter Franz-Joachim Kuhs drei direkt von Vereinen und Initiativen eingereicht worden. Diese waren in der vergangenen Leader-Periode noch diejenigen, von denen die meisten Anträge kamen.

Zwei Ideen stammen aus Alverdissen, eine vom Ziegler- und Heimatverein Selbeck, der das Areal um die Teiche im Bereich Schürenbusch verschönern möchte. Alle anderen Projekt-Ideen kommen aus der Kommunalpolitik und werden in den Ausschüssen beraten.

Ein Projekt, das den Sprung zur Vorlage bei der Bezirksregierung bereits geschafft hat, ist das „Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept" (IKEK), mit dem die vier nordlippischen Leader-Kommunen in den Genuss von Fördermitteln für ihre Ortsteile kommen könnten.

Dazu Kuhs: „Wenn die Bezirksregierung grünes Licht gibt, kann noch in diesem Jahr ein Büro beauftragt werden." Kosten dafür laut Ortmeier: weniger als 100.000 statt der veranschlagten 200.000 Euro. Im Sommer 2018 soll das IKEK Nordlippe vorliegen und eine Förderung ermöglichen.

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