Die erste Etappe der Barntruper Stadtpark-Umgestaltung ist geschafft

Sylvia Frevert

  • 0
Freuen sich über die Stadtpark-Umgestaltung: die Sponsoren der Spielgeräte (von links) Joost Rabenstein (Volksbank Bad Salzuflen) und Elvira Klusmeier (AWO-Kleiderstube) mit Gaby Rottmann vom „Creaktiv-Team". - © Sylvia Frevert
Freuen sich über die Stadtpark-Umgestaltung: die Sponsoren der Spielgeräte (von links) Joost Rabenstein (Volksbank Bad Salzuflen) und Elvira Klusmeier (AWO-Kleiderstube) mit Gaby Rottmann vom „Creaktiv-Team". (© Sylvia Frevert)

Barntrup. Die neu gepflanzte Hainbuchenhecke steht in Reih und Glied. Die junge Linde wächst und gedeiht, und am unteren Ende des Barntruper Stadtparks lädt eine komplett neu gebaute Kinder-Spielecke auch die kleinen Besucher zum Verweilen ein. Etwa 15.000 Euro hat die Umgestaltung des Stadtparks bis jetzt gekostet. Zur Hälfte wurde sie von Stadt und Land bezuschusst. Die andere Hälfte hat das Stadtpark- „Creaktiv-Team" über Spendenwerbung eingebracht.

„Wir haben bis jetzt nur positive Rückmeldungen bekommen – auch von den ursprünglichen Kritikern", freut sich „Creaktiv"-Sprecherin Gaby Rottmann. Zufrieden blickt sie über den Park, der nach nunmehr fast zehnjährigem Wirken der früheren „Hackefrauen" und einer aufwendigen Umgestaltung in diesem Jahr so gar nicht mehr an die frühere „Dunkel-Ecke" erinnert, in der sich kaum jemand aufhalten wollte. Heute ist der Park lichtdurchflutet, mit immer noch verschwiegenen Sitzecken, aber einem deutlich wahrnehmbaren Gestaltungskonzept.

Eine große Rasenfläche, umrahmt von Beeten mit einheitlicher Bepflanzung, lässt Weite erahnen und Symmetrie wahrnehmen. Wo früher große und – so Rottmann – ausgesprochen schwer zu pflegende Büsche wuchsen, „unter denen das Unkraut nicht in den Griff zu bekommen war", sind jetzt Beete mit blau blühendem Storchschnabel und Gräsern zu finden. „Die sind pflegeleicht, robust und füllen die Fläche sehr schnell", sagt Rottmann.

Besonders stolz ist das zehnköpfige Stadtpark-„Creaktiv-Team" auf die an der Südseite des Parks installierte Kinder-Spielecke. Eine große Nestschaukel und zwei Wippe-Tiere wurden mit Hilfe des Barntruper Bauhofes installiert und durch Spenden der Volksbank Bad Salzuflen und der AWO-Kleiderstube finanziert. Die Wippe-Tiere – ein Auto und ein Pferdchen – sind für Kinder um die drei Jahre geeignet; die Schaukel auch für größere Kinder. „Wir haben darauf geachtet, dass die Wippe-Tiere, die mit einem Beton-Fuß in den Boden eingelassen worden sind, flexibel sind und auch umgesetzt werden können", sagt Gaby Rottmann, die mit ihrem Team noch viele Pläne für die weitere Stadtpark-Gestaltung hat.

Auf der Liste der Wünsche steht ein Kinder-Spielhaus, dazu die Umgestaltung der Westseite. Dort will der städtische Bauhof noch in diesem Jahr die Baum-Unterbepflanzung entfernen. „2018 werden wir dann ähnliche Beete anlegen wie auf der gegenüberliegenden, jetzt fertig gestellten Ost-Seite", so Rottmann. Am südlichen Ende um das bereits installierte Insektenhotel soll eine Blumenwiese entstehen.

Den nicht beabsichtigten Anstoß dafür gab die gut gemeinte Aktion eines Barntrupers, der die Bäume von armdicken Efeuranken befreite, aber damit gleichzeitig auch „Kahlschlag" in den Beeten schuf.

Knoblauch gegen Mäuse

Im umgestalteten Stadtpark gibt es „leider im Moment ein Wühlmausproblem, das wir noch nicht so richtig unter Kontrolle bekommen haben", sagt Gaby Rottmann vom „Creaktiv-Team". Die aufgelockerte Erde mit neuer Bepflanzung zieht die Mäuse an, die sich gern an den Wurzeln der frisch gesetzten Zierpflanzen und Bäume laben. Kahle Stellen in den neu angelegten Beeten Richtung Mittelstraße zeugen davon. Dazu Rottmann: „Wir haben jetzt zum natürlichen Mäuseschreck gegriffen und Knoblauch in die Beete gepflanzt." 50 Kilo dieser Zwiebelgewächse stecken mittlerweile in den Beeten – in der Hoffnung, dass sie nicht nur die Mäuse vertreiben, sondern auch „vielleicht ganz nett blühen".

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!