Kabarettistin Ulrike Böhmer nimmt kein Blatt vor den Mund

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Kabarettistin Ulrike Böhmer nimmt kein Blatt vor den Mund - © Foto: Krull
Kabarettistin Ulrike Böhmer nimmt kein Blatt vor den Mund (© Foto: Krull)

Barntrup (khk). Mit Pepita-Hut in der Kirche: Ulrike Böhmer hat am Wochenende rund 300 Besucher in die Kirche der evangelisch-reformierten Gemeinde Barntrup gelockt. Dort sorgte sie mit ihrem Kabarett-Programm "Die Letzte macht das Licht aus" für gute Stimmung.

In erster Linie war der Abend als Dankeschön für die ehrenamtlichen Helfer der Kirchengemeinde bestimmt. Die hatten alle problemlos hingefunden. Nur Böhmer, die mit Pepita-Hut, rotem Rock und roter Strickjacke als Erna Schabiewsky ihren Platz vor einem schwarzen Vorhang im Altarraum einnahm, hatte Probleme gehabt. Ihr Herbert sei schuld gewesen. "Der wollte in Bielefeld nicht nach dem Weg fragen, und wir mussten die Stadt mehrfach umrunden. Typisch Mann."

Da sei Mose beim Auszug aus Ägypten nicht besser gewesen: "40 Jahre sind die meines Wissens inner Wüste marschiert, weil Moses nicht nach dem Weg gefragt hat." Das wäre einer Frau nicht passiert, stellt Erna Schabiewsky fest und darum freut sie sich auch immer über die evangelischen Pfarrerinnen. Die haben zwar alle so Namen, wie "Leutheusser-Schnarrenberger", aber sie veranstalten auch mal einen Schreigottesdienst für Krabbelkinder.

Erna Schabiewsky, echte katholische Ruhrpott-Pflanze, piekste so herrlich und gestenreich-lebendig in kirchliche Probleme und Marotten, dass es viel Spaß machte. Bevor sie als Letzte das Licht ausmachte, war ihr dann auch eins klar: "Wenn der Papst Ostern den Segen für die Stadt, den Erdkreis und für Barntrup erteilt - dann wisst ihr, dat ich dat bin." 

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