Kein Bürgerradweg zwischen Barntrup und Bad Pyrmont

Stadtoberhaupt Herbert Dahle erklärt ein 2009 angestoßenes Projekt für gescheitert

Von Katharina Pavlustyk

Barntrup/Bad Pyrmont.Aus dem Projekt "Bürgerradweg" zwischen Barntrup und Bad Pyrmont wird nichts. Rund 1200 Meter Strecke zwischen den Kommunen sollten ursprünglich ausgebaut werden.

Der Bürgerradweg zwischen der Stadt Barntrup und dem Bad Pyrmonter Ortsteil Hagen wird nicht realisiert. Nach diversen Gesprächen mit Fachbehörden und betroffenen Grundstücks­eigentümern erklärte Bürgermeister Herbert Dahle das Projekt für gescheitert.

Zum Hintergrund: Bereits 2009 waren die ersten Verhandlungen zur Realisierung des Radweges laut Dahle erfolgt. Entlang der Landesstraße 947 zwischen der nordlippischen Kommune und der Stadt in Niedersachsen sollte die Strecke auf rund 1200 Metern ausgebaut werden.

Die Trägerschaft hätte nach Fertigstellung des Radweges der Landesbetrieb Straßenbau (Straßen.NRW) übernommen.

Herbert Dahle hat nach eigenen Angaben zunächst mit dem betroffenen Grundstückseigentümer gesprochen. Dieser hätte unter einer Bedingung, die jedoch erst später konkretisiert wurde, sein Einverständnis gegeben – wenn nämlich der Graben entlang des neuen Radweges verrohrt würde.

An Auflagen wäre die Entstehung eines Radweges auch bei der Unteren Landschaftsbehörde geknüpft. Denn als Ausgleich für die Befestigung des Weges müssten an anderer Stelle Bäume gepflanzt werden. Hiernach hat es, so Barntrups Bürgermeister, Gespräche mit der Forstbehörde gegeben. Da sei ihm angeraten worden, weitere Eigentümer – statt auf der östlichen nun auf der südlichen Seite des Waldes – zu fragen, ob sie bereit wären, ihren Grund und Boden abzutreten. Diese lehnten wiederum ab, teilweise weil im fraglichen Areal Gasleitungen liegen und der Radweg dann zweimal die stark und schnell befahrene Landesstraße 947 gequert hätte.

Landschaftsbehörde, Forstamt, Landwirtschaftlicher Hauptverein... Nach dem Hin und Her zwischen diversen Behörden und Beteiligten hat Bürgermeister Dahle aufgegeben. Das Projekt sei gescheitert, weil er nicht bereit sei, sich zwischen den Fachbehörden aufreiben zu lassen. "Wir können dafür keine Verwaltungskraft mehr bündeln und wir stehen uns in Deutschland gegenseitig im Wege", sagte er.

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