Ein Haus mit 75.000 Lichtern: Das Weihnachtswunderland in Tintrup

Familie Reibeholz knipst zum elften Mal unzählige Lichterketten an

Torben Gocke

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Strahlende Vielfalt: Das Haus der Familie Reibeholz in Tintrup wird bis Weihnachten von 75.000 Glühbirnen erleuchtet. - © Torben Gocke
Strahlende Vielfalt: Das Haus der Familie Reibeholz in Tintrup wird bis Weihnachten von 75.000 Glühbirnen erleuchtet. (© Torben Gocke)

Blomberg-Tintrup. Nicht jeder Feiertagsbrauch und jede neue Sitte, die aus den USA herübergeschwappt kommt, findet diesseits des Atlantiks Zustimmung. Halloween, „Black Friday" & Co. können schnell polarisieren. Der US-Import von Familie Reibeholz aus Tintrup allerdings schafft es jetzt bereits zum elften Mal, die Menschen zu begeistern.

Das weihnachtlich hell erleuchtete Haus holt Neugierige aus nah und fern in den Blomberger Ortsteil. „In der Form, wie wir es heute haben, war es natürlich am Anfang nicht geplant", erinnert sich Werner Reibeholz zurück. Die vielen Besucher, die Verköstigung und eine Erlebniswelt, die bis in die hintersten Ecken des eigenen Gartens reicht, all das sei im Laufe der Jahre gewachsen.

„Angefangen hat es vor elf Jahren mit der Idee, das Haus zur Weihnachtszeit einfach mal etwas zu beleuchten. Ganz so, wie es in den Staaten üblich ist", erzählt Werner Reibeholz: „Ich bin viel in den USA unterwegs gewesen und habe da so manches gefunden, was mir gefällt – die Beleuchtung zu Weihnachten ist ein Teil davon."

Noch bis zum 23. Dezember ist der Tintruper Lichterzauber täglich von 17 bis 22 Uhr zu bestaunen. - © Torben Gocke
Noch bis zum 23. Dezember ist der Tintruper Lichterzauber täglich von 17 bis 22 Uhr zu bestaunen. (© Torben Gocke)

Mit einigen Lichterschläuchen und Figuren sei gestartet worden. Schnell waren dann die ersten Neugierigen vor Ort, um sich die leuchtende Pracht anzusehen. Nach und nach wurden es immer mehr Leute, die freundlich-gemütlich das kleine Weihnachtswunderland in Tintrup sehen wollten, so dass sich Werner Reibeholz stetig mehr hat einfallen lassen und heute ein regelrechtes kleines Weihnachtsdorf im Garten stehen hat. „Es ging dann recht schnell und wir hatten Besucher von immer weiter her", weiß der Herr der Lichter. Aus Tintrup selbst kommen viele, ebenso aus Blomberg, dem Kreisgebiet oder sogar extra aus Hannover oder Kassel. Schließlich sei ein so amerikanisch-weihnachtliches Haus hierzulande eine echte Seltenheit.

Information
Geöffnet bis zum 23. Dezember

75.000 Leuchten in unterschiedlichen Farben strahlen die Besucher des Tintruper Lichterzaubers an. Das Haus der Familie Reibeholz steht an der Masper Straße 5 im Blomberger Ortsteil Tintrup und ist seit dem ersten Advent bis einschließlich zum 23. Dezember jeden Tag von 17 bis 22 Uhr zu bestaunen. Für Kinder gibt es verschiedene Attraktionen, für die Verköstigung ist ebenfalls gesorgt. Am 5. Dezember (17 Uhr) und am 6. Dezember (19 Uhr) schaut der Nikolaus vorbei.

Viele Fragen zielen auf die Stromrechnung ab. „Brauchst du hier ein eigenes Kraftwerk?", wollen die Gäste wissen. Die Antwort darauf fällt jedoch wesentlich unspektakulärer aus, als viele es gedacht hätten. „Klar haben wir im Dezember höhere Stromkosten und um alles bedienen zu können, arbeiten wir in dieser Zeit mit einem weiteren Anschluss. Aber insgesamt hält es sich eigentlich im Rahmen."

Die 75.000 Lichter würden weniger „Saft" brauchen, als die Heiz- und Kochgeräte, die in Betrieb sind, um die Besucher nicht hungernd und frierend nach Hause zu schicken. Dabei setzt Reibeholz in erster Linie auf klassische Glühbirnen. Auf LED umzurüsten, habe er nicht vor. „Das wäre sehr teuer. Die Technik hat sich so bewährt und eingespielt", sagt der Herr des Winterwunderlandes.

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