Sportvereine beantragen den Bau eines Kunstrasenplatzes

Der Sportausschuss wird darüber am Mittwoch diskutieren

Patrick Bockwinkel

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Zwei Vorschläge: In Istrup könnte der Kunstrasen auf dem Rasenplatz entstehen. Der Blomberger SV schlägt den Umbau des Stadions am Rammbocke vor. Dann müssten aber die Werfer der LG Lippe-Süd auf eine gegenüber dem Stadion neu zu bauende Wurfanlage umziehen. Das Areal steht aber auch als Baugebiet in der Diskussion. - © Grafik: Benjamin Möller/ Luftbild: Geobasisdaten
Zwei Vorschläge: In Istrup könnte der Kunstrasen auf dem Rasenplatz entstehen. Der Blomberger SV schlägt den Umbau des Stadions am Rammbocke vor. Dann müssten aber die Werfer der LG Lippe-Süd auf eine gegenüber dem Stadion neu zu bauende Wurfanlage umziehen. Das Areal steht aber auch als Baugebiet in der Diskussion. (© Grafik: Benjamin Möller/ Luftbild: Geobasisdaten)

Blomberg. Jahrelang hat sich in der Diskussion um den Bau eines Kunstrasenplatzes in der Großgemeinde Blomberg nichts getan, weil sich vor allem der Blomberger SV und der TuS BW Istrup nicht über einen Standort einigen konnten. Doch nun setzen die beiden Vereine auf Angriff und spielen den Ball zurück an die Politik.

Das Problem: Während es in vielen lippischen Kommunen bereits Kunstrasenplätze gibt oder wie in Lage neue gebaut werden, gucken die Fußballer der Großgemeinde Blomberg in die Röhre. Da die Rasenplätze vor allem nach starkem Regen, Schnee und Frost nicht zu bespielen ist, fallen in der kalten Jahreszeit regelmäßig der Trainingsbetrieb und Partien aus. Deshalb diskutieren seit Jahren die Vereine über einen Kunstrasenplatzbau (siehe Kasten), bislang ohne Ergebnis.

Der Vorstoß: Sowohl der TuS als auch der BSV haben bei der Stadt beantragt, auf den von ihnen genutzten Sportanlagen einen Kunstrasen zu bauen. Darüber soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur diskutiert werden, der am Mittwoch, 11. Januar, ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt. Klar ist schon jetzt: wenn überhaupt, dann wird es wegen der knappen Kassenlage nur einen Kunstrasenplatz geben.

Der BSV-Vorschlag: Der Blomberger SV würde gerne den Rasenplatz des Stadions am Rammbocke in einen Kunstrasen umwandeln lassen. In dem Fall könnten allerdings die Speer-, Diskus- und Hammerwerfer der LG Lippe-Süd das Stadion nicht mehr länger für ihre Zwecke nutzen. Dafür müsste eine neue Anlage gebaut werden. Vorgesehen dafür ist eine gegenüber dem Stadion liegende Freifläche am Feldeggerser Weg, die jüngst von SPD und Grünen aber auch als neues Baugebiet ins Spiel gebracht wurde. Sollte das kommen, wären die bislang existierenden Kunstrasenpläne des BSV zunichte gemacht.

Dabei sieht der Verein viele Vorteile für seinen Vorschlag. Die Nähe zum Schulzentrum, die Nutzung für den Schulsport ohne Bustransfer und die bestehende Infrastruktur sind drei Beispiele dafür. Darüber hinaus bietet der Blomberger Sportverein Eigenleistungen in Höhe von bis zu 50.000 Euro an.

Die Istruper Variante: Unebenheiten, Löcher und Furchen - besonders in den Wintermonaten macht das Fußballspielen auf dem Istruper Rasenplatz nicht wirklich große Freude. Mehrfach sind in der Vergangenheit Training und Punktspiele ins Wasser gefallen, da die Sportstätte nicht bespielbar war. Laut TuS-Vorsitzendem André Klaas konnte der Platz nur durch den Einsatz von Vereinsmitgliedern in den vergangenen Monaten in einem halbwegs akzeptablen Zustand gehalten werden.

Durch einen Kunstrasenplatz erhofft sich der TuS, dass diese Situation ein für alle Mal der Vergangenheit angehört. Der Verein sieht den Standort in der Mitte der Großgemeinde als ideal an. Unter anderem, weil der Kunstrasen selbstverständlich auch den anderen Fußballvereinen zur Verfügung gestellt werden müsste (gleiches gilt für die BSV-Variante). Die Vergabe der Trainingszeiten könne der Stadtsportverband regeln, der dies bereits in ähnlicher Weise bei der Nutzung der Sporthallen übernimmt.

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