Unternehmen und Bewerber beschnuppern sich in Blomberg beim Speed-Dating

Torben Gocke

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Hochkonzentriert: Personalchef Dr. Henning Mertens beim Speed-Dating mit dem Bewerber Kardi Boral. - © Torben Gocke
Hochkonzentriert: Personalchef Dr. Henning Mertens beim Speed-Dating mit dem Bewerber Kardi Boral. (© Torben Gocke)

Blomberg. So leicht haben es Bewerber selten, mit vielen Unternehmen in kürzester Zeit ins Gespräch zu kommen. In die Aula des Blomberger Schulzentrums waren Vertreter mehrerer namhafter Firmen aus dem Umfeld der Nelkenstadt gekommen, um Bewerber und Neugierige kennen zu lernen.

Die LZ war hautnah dabei und hat zugeschaut. Ganz direkt und ohne Umwege läuft dabei die Kontaktaufnahme ab. Ein kurzes „Hallo“ – und los geht es. Schon sitzt Schüler Kardi Boral etwa dem Personalchef von Synflex, Dr. Henning Mertens, gegenüber. Gut fünf Minuten gibt der Rahmen des Formates den beiden jetzt Zeit, im gegenseitigen Frage- und Antwort-Gespräch mehr über das jeweilige Gegenüber herauszufinden – der Schüler über das Unternehmen und der Firmenvertreter über den potenziellen neuen Mitarbeiter.

„Aus unserer Sicht ist das eine prima Sache, schließlich kommen wir ganz direkt mit den Interessierten in Verbindung“, erklärte Dr. Henning Mertens. Zwar sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt aus Sicht der Industrie heute nach wie vor gut, „aber schlafen dürfen wir keinesfalls. Die möglichen Kandidaten für uns werden weniger, und die Nachwuchsgewinnung wird vor diesem Hintergrund mehr und mehr zu einer Herausforderung“.

Das jetzt in Blomberg ausprobierte Format liefere außerdem Möglichkeiten, die ein normaler Bewerbungsvorgang so nicht biete. „Wir kommen hier sehr niederschwellig ins Gespräch miteinander und können ganz direkt Fragen stellen und uns gegenseitig abklopfen.“ Zu einem Speed-Dating mit Bewerbern komme ein Personaler also selbstverständlich gern, befand Dr. Mertens.

Organisiert wurde das Projekt gemeinsam von der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der Bundesagentur für Arbeit und dem Netzwerk Wirtschaft-Schule für den lippischen Südosten. „In dieser Form als alleinstehende Veranstaltung bieten wir das Ganze jetzt zum ersten Mal an“, fasste die regionale Bildungskoordinatorin und Organisatorin Heike Kreienmeier zusammen.

Ähnliches habe es bislang nur als Teil größerer Veranstaltungen gegeben. „Der Bedarf nach einem solchen Angebot war von Seiten der Unternehmen als auch durch die Schulen zu bemerken. Dieser Tag ist jetzt also eine Art kleiner Testballon. Sollte sich das Format bewähren, werden wir es sicherlich weiter anbieten.“

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