Bürger sorgen sich um Zukunft der alten Schule

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Blomberg-Eschenbruch (jub). Wie geht es mit der alten Schule in Eschenbruch weiter? Diese Frage treibt die Dorfgemeinschaft um, nachdem die Stadt entschieden hat, sie zu verkaufen oder notfalls abreißen zu lassen.

Im Ortsteil hat die Stadt die ehemalige Gaststätte Sprute erworben. 1993 hatten der Schützen-, Gesang- und Heimatverein eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet, in der die Nutzung des ehemaligen Gaststättengebäudes geregelt war. Der große Saal diente seitdem als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft.

Nun will die Stadt daraus ein Dorfgemeinschaftshaus machen. Trotz der Vorfreude darauf wollen die Eschenbrucher ihre alte Schule nicht im Stich lassen. "Viele ältere Menschen haben da viel Arbeit und Herzblut investiert", sagt Schützenoberst Bernd Kauffeld. Zwar bemüht sich die Blomberger Immobilien- und Grundstücksverwaltung (BIG) zurzeit, einen neuen Besitzer für das Grundstück zu finden, ernsthafte Interessenten für das 115.000 Euro teure Objekt sind allerdings bisher Mangelware.

"Wir wollen das laufende Jahr noch abwarten. Sollte sich dann nichts bewegen, ist auch ein Abriss der alten Schule mitsamt dem angrenzenden Lehrerhäuschen denkbar", erklärt Bürgermeister Klaus Geise. "Damit würde der Ort ein Stück Charakter verlieren. Wir halten deshalb Augen und Ohren offen. Uns wäre es sehr lieb, wenn die Schule stehen bleibt", findet Kauffeld.

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