Autofahrer ignorieren Halteverbot in der Rosenstraße

Stadt will mit Knöllchen reagieren

Von Marianne Schwarzer

Parken ohne Rücksicht - © Blomberg
Parken ohne Rücksicht (© Blomberg)

Blomberg. Wilde Zeiten in Blomberg: Eigentlich herrscht auf der rechten Seite der Rosenstraße derzeit ein absolutes Halteverbot. Doch diverse Autofahrer ignorieren das schlichtweg. Hier ist der Ärger programmiert.

Wie berichtet, sind der Kurze Steinweg und ein Teil der Heutorstraße gesperrt. Die Busse werden durch die Rosenstraße geleitet, an der auch eine Ersatzhaltestelle eingerichtet ist. Damit sie gut um die Kurven kommen, hat der Kreis Lippe in Absprache mit der Polizei und der Stadt auf der rechten Seite ein absolutes Halteverbot für die gesamte Rosenstraße verfügt.

Doch die Schilder werden vielfach schlicht ignoriert. "Wir haben schon gesehen, dass der Bus in zweiter Reihe halten musste, weil die Bushaltestelle zugeparkt war", erzählt Astrid Meier, die von ihrem Schreibtisch im Reisebüro gegenüber gute Sicht auf die Straße hat.

Das absolute Halteverbot scheint sie in der Rosenstraße nicht zu interessieren. - © Foto: Gerstendorf-Welle
Das absolute Halteverbot scheint sie in der Rosenstraße nicht zu interessieren. (© Foto: Gerstendorf-Welle)

Bauamtsleiter Frank Bischoff ist über die Probleme im Bilde: "Ursprünglich hatten wir das Halteverbot nur auf den Kreuzungsbereich an der Heutorstraße und der Diekmannstraße sowie auf die Bushaltestelle selbst beschränken wollen. Aber das hat der Kreis Lippe nicht mitgemacht." Aus gutem Grund, wie Pressesprecherin Anne Helpup erklärt: "Sobald ein Bus in der Rosenstraße ist, darf ihm kein größeres Fahrzeug entgegenkommen. Das ist einfach zu eng, zumal ja die gegenüberliegende Straßenseite zugeparkt ist. Darum bleibt es bei dem vollen Halteverbot."

Für Sparkassenvorstand Knut Winkelmann ist das eine unbefriedigende Situation: "Anscheinend nutzen auch Menschen unseren Kundenparkplatz, die in eine der Arztpraxen gehen. Dann sind unsere Parkplätze für unsere Kunden blockiert." Dass dieser Zustand ein halbes Jahr andauern soll, stört ihn massiv. "Es hat sich auch schon ein Kunde bei mir beschwert, weil er ein Knöllchen bekommen hat." Er hat sich bereits an Bürgermeister Klaus Geise gewandt, der wiederum auf den Kreis Lippe verwiesen habe.

Für Frank Bischoff ist aber der einzige Weg, die Sache in den Griff zu bekommen, eine noch engmaschigere Überwachung des ruhenden Verkehrs in der Rosenstraße. "Es ist eine Frage der Erziehung." Nicht, um die Autofahrer zu ärgern, sondern um Raum für die Busse zu schaffen. Die Busfahrer hätten sich mehrfach beschwert. Mehrmals am Tag kommt bereits die städtische Mitarbeiterin zur Kontrolle. "Aber anscheinend reicht das noch nicht."Kommentar

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