Apotheker erwägt Klage wegen erneuter Straßenbauarbeiten

Yvonne Glandien

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Klaus-Matthias Lichte zieht eine Schadensersatzklage in Betracht - © Symbolbild
Klaus-Matthias Lichte zieht eine Schadensersatzklage in Betracht (© Symbolbild)

Detmold. Nur wenige Wochen ist sie befahrbar gewesen, jetzt ist die Lagesche Straße zwischen der Pinneichen-Kreuzung und dem Lemgoer Tor wieder dicht. Klaus-Matthias Lichte, Inhaber der Südholz-Apotheke, reagiert auf die Umsatzeinbrüche mit Personalkürzungen.

„Bereits im vergangenen Jahr musste ich eine Angestellte entlassen", erklärt der Apotheker. Nun habe er die Stunden der Mitarbeiter gekürzt und eine weitere Stelle gestrichen. Denn: Nachdem die Apotheke durch dem Umzug des Internisten Dr. Schaffroth, der im selben Gebäude ansässig war, gerade erst etwa 10 Prozent ihrer Kunden verloren habe, schlagen sich ein weiteres Mal die Bauarbeiten auf die Kundenfrequenz nieder. „Ich brauche einen finanziellen Ausgleich und zwar jetzt", betont Lichte.

Nach „fruchtlosen Gesprächen" mit der Stadt im Vorfeld der Sperrung ziehe er eine Schadensersatzklage in Betracht. Lichte sei sich sicher, dass auch weitere Kaufleute aus der Straße mitziehen würden. „An offizieller Stelle wird das Versagen der Rohre mit Pech begründet. Die Verantwortlichen haben ihre Aufsichtspflicht verletzt, sonst wäre es nie soweit gekommen", meint Lichte.

Uwe Rosemeier von der Stadtverwaltung widerspricht. „Es lag keine Aufsichtspflichtverletzung seitens der Stadt vor", erklärt er auf Nachfrage. Bei den Bauarbeiten habe es einen Verdichtungsfehler gegeben, an mehreren Rohren seien Risse entstanden. Das sei der alleinige Fehler der Baufirma – und die stehe dafür jetzt gerade.

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