Stadt Detmold hofft auf Millionenförderung für schnelles Internet

Jana Beckmann

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Symbolbild - © LZ.de
Symbolbild (© LZ.de)

Detmold. Mit ein paar Klicks Geschäfte online zu erledigen oder schnell noch etwas im Internet nachzulesen, ist nicht überall im Stadtgebiet möglich. Für Orte, an denen die Übertragungsrate weniger als 30 MBit pro Sekunde beträgt, gibt es jetzt jedoch Hoffnung. Denn Land und Bund stellen Fördermittel in Aussicht.

„Kreisweit sind 50 Millionen Euro möglich. Auf Detmold entfallen 4,5 Millionen Euro", berichtet Thomas Lammering, Technischer Beigeordneter bei der Stadt Detmold. Ermöglicht wird dies durch geänderte Richtlinien des Landesförderprogramms „Breitbandausbau in Gewerbegebieten" und ein neu aufgelegtes Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau. Damit kann die Verlegung von Glasfaserkabeln und ähnlichem ermöglicht werden, auch wenn es schon einmal eine Förderung für die betroffenen Gebiete gegeben hat.

Der Kreis Lippe hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Detmold stellvertretend für alle Kommunen im Kreisgebiet einen Antrag auf den Weg gebracht – für unterversorgte Ortsteile, die zuvor identifiziert worden waren, und für Gewerbegebiete. In Detmold können davon die Betriebe an der Westerfeld-, Klingenberg- und Industriestraße sowie in Hohenloh und in den Gebieten Gilde-Nord und -Süd profitieren. Konkret geht es hier um einen Ausbau auf eine Übertragungsrate von mehr als 50 MBit pro Sekunde. Das Gesamtvolumen dafür beträgt 1,5 Millionen Euro. Die Förderung würde 80 Prozent abdecken, verbliebe ein Eigenanteil von 300.000 Euro.

Weitere 3 Millionen Euro sind für die Ortsteile Niewald, Oettern-Bremke, Brokhausen, Barkhausen, Teile von Mosebeck, Ober- und Niederschönhagen, Schönemark, Hornoldendorf sowie weitere nicht näher benannte Gebiete, die auch durch den Telekom-Ausbau noch nicht ausreichend versorgt worden sind. Hier beträgt die Förderung 90 Prozent, was einen Eigenanteil von abermals 300.000 Euro erfordern würde.

„Der Förderbescheid wird für den Frühsommer erwartet", berichtet Lammering. Danach müsste aufgrund der hohen Auftragssummen eine europaweite Ausschreibung mit anschließendem Auswahlverfahren erfolgen. Bis die einzelnen Maßnahmen tatsächlich in die Umsetzung gehen können, wird nach Einschätzung des Beigeordneten also noch etwas Zeit vergehen. Momentan rechnet er mit einer Auftragsvergabe in 2018.

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