Der Detmolder Museumsadvent kann beginnen

Yvonne Glandien

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Zwischen Mehl und Milch: (von links) Jürgen Ronkartz und Reiner Böinghoff backen das „Winterbrot der Zwerge" bereits im Voraus, um dem Ansturm am Wochenende gerecht zu werden. - © Yvonne Glandien
Zwischen Mehl und Milch: (von links) Jürgen Ronkartz und Reiner Böinghoff backen das „Winterbrot der Zwerge" bereits im Voraus, um dem Ansturm am Wochenende gerecht zu werden. (© Yvonne Glandien)

Detmold. Eine Prise Zimt, etwas Nelke und der leicht säuerliche Geruch von frisch gebackenem Sauerteig ziehen durch das Paderborner Dorf. Noch sind keine Besucher da, hektisch ist es aber allemal: Der Museumsadvent steht vor der Tür. Und dafür ist im Vorfeld jede Menge zu tun.

So zum Beispiel in der Bäckerei. Seit Wochen sind Jürgen Ronkartz und Reiner Böinghoff damit beschäftigt, ausreichend Christstollen für den Verkauf zu backen. In den letzten Tagen vor der Veranstaltung bereiten sie das „Winterbrot der Zwerge" vor: „Mit geriebenen Äpfeln, Nüssen, Rosinen und Lebkuchengewürz", erklärt Bäcker Reiner Böinghoff.

Auf dem kleinen Markt im Paderborner Dorf stehen schon die 33 Büdchen, die einst nach historischem Vorbild speziell für den Museumsadvent angefertigt worden sind. Handwerk und Gastronomie sowie Kleinkunst sollen hier vertreten sein. „Die meisten Aussteller sind schon seit einigen Jahren dabei, einige sogar von Anfang an", erläutert Verwaltungsmitarbeiter Edgar Schröder, der sich um die Organisation der Großveranstaltung kümmert.

Information
Der Museumsadvent ist heute und morgen von 14 bis 21 Uhr geöffnet. Am Sonntag findet er von 11 bis 19 Uhr statt. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 2 Euro. Infos zum Programm gibt es unter www.museumsadvent.lwl.org

Mit sieben Kilometern Kabel werden rund 650 Lampen, die eine adventliche Atmosphäre schaffen, angebracht. Sie machen einen wichtigen Teil des Konzeptes aus: „Ziel ist und war von Anfang an, eine besinnliche Veranstaltung zu schaffen", sagt Schröder. Den schönsten Moment sieht der Verwaltungsmitarbeiter daher auch in der „blauen Stunde": „Wenn es gerade dunkel wird und die Beleuchtung voll zur Geltung kommt, ist es eine tolle Stimmung hier."

Zu der Atmosphäre tragen aber auch Klanginstallationen bei, die auf dem Gelände außerhalb des Paderborner Dorfes angebracht sind. In der einen Ecke hört man Kutschenräder rollen, woanders Wölfe heulen. „Ich kann nur raten, wenigstens einen der Wege zu Fuß zurückzulegen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen", findet der Organisator.

Der rund drei Kilometer lange Rundweg zum Paderborner Dorf wird mit Kies aufgeschüttet. Das soll den 18.000 bis 20.000 Besuchern, die in den drei Veranstaltungstagen erwartet werden, sicheren Tritt verschaffen. Allerdings gebe es auch einen kostenfreien Pendelbus, der vom Museumseingang bis zum Weihnachtsmarkt und zurück fährt.

„Das Deutsche Rote Kreuz ist mit zwölf Leuten vor Ort, das Technische Hilfswerk ebenfalls. Dazu kommen 36 Museumsangestellte sowie 30 Ordnungskräfte und das Personal für die Gastronomie, das mit gut 40 Leuten vertreten ist", zählt Schröder auf. Nun wünscht sich der Organisator vor allem, dass es trocken bleibt und kalt – das gehöre zur Stimmung dazu.

Mit dem Bus ins Museum

Bei Besucherzahlen, die in den vergangenen Jahren an den 20.000 kratzten, ist das Thema Parken ein Problem. „Dafür haben wir in der SVD einen kompetenten Partner", erläutert Edgar Schröder vom Freilichtmuseum.

Die SVD bietet einen Pendelverkehr an, der von den Innenstadtparkplätzen zum Museum führt. Außerdem werden die Fahrten der Linie 701 insbesondere Samstagabend und Sonntag erweitert. Die Eintrittskarte für den Museumsadvent kann im Bus erworben werden und gilt auf diesen Fahrten auch als Busticket.

Alle Infos zu den Sonderfahrplänen gibt es unter www.stadtverkehr-detmold.de

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