Bezirksregierung Detmold erbt zehn Immobilien

Matthias Bungeroth

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Wenn Angehörige fehlen, tritt in der Regel der Staat ein. In vielen Fällen bleiben Schulden. - © Symbolbild
Wenn Angehörige fehlen, tritt in der Regel der Staat ein. In vielen Fällen bleiben Schulden. (© Symbolbild)

Detmold. Die Anzahl älterer Menschen ohne Angehörige steigt. Das bedeutet für die Bezirksregierung Detmold, dass sie deren Nachlass im Todesfall verwalten muss, wenn das Amtsgericht keinen Erben ermitteln kann oder wenn Angehörige das Erbe ausschlagen.

Solche Fiskalerbschaften trat die Bezirksregierung Detmold im Vorjahr in 114 Fällen an. Eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als es 94 solcher Fälle gab.

„Insgesamt bearbeitet die Bezirksregierung derzeit 253 Fälle", teilt Marion Freimuth, zuständige Expertin für solche Fiskalerbschaften, mit. 2001 seien es lediglich 40, 2015 exakt 283 Fälle gewesen. „Die Palette an Dingen, die an das Land übergehen, ist breit", so Freimuth. Geerbt würden Grund- und Ackerflächen, Häuser, Wohnungen bis hin zu Schmuck, Bargeld oder Sparbüchern.

Im Vorjahr nahm die Bezirksregierung rund 704.500 Euro über Fiskalerbschaften ein (2015 waren es 1.203.583 Euro). Die Ausgaben lagen bei 225.852 Euro (2015: 427.745). Von insgesamt 65 Nachlässen wurden lediglich 49 als Guthaben verbucht.

Vor allem Nachlässe mit Grundvermögen sind für die öffentliche Hand eher ein Minusgeschäft. Freimuth: „Derzeit sind es 81 Grundstücke und Häuser, um die sich die Bezirksregierung kümmert. Im vergangenen Jahr sind zehn Grundstücke neu hinzugekommen."

Oftmals handele es sich um sogenannte Schrottimmobilien. Hier müsse die Bezirksregierung für die Verkehrssicherheit sorgen, also Türen, Fenster und Dächer sichern und für den Winterdienst sorgen. „Jeder einzelne Fall verursacht Kosten für den öffentlichen Haushalt", so Freimuth. In 13 Fällen (2015: 14) gelang es der Bezirksregierung, diese Immobilien zu verkaufen.

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