Dokumente des Fürstenhauses lagern jetzt in Klima-Kammern

Sven Koch

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Perfekte Bedingungen: Christoph Hoppe und Matthias Herm räumen den Archivalienzugang aus dem Detmolder Schloss in die Schränke ein. - © Landesarchiv NRW
Perfekte Bedingungen: Christoph Hoppe und Matthias Herm räumen den Archivalienzugang aus dem Detmolder Schloss in die Schränke ein. (© Landesarchiv NRW)

Detmold. Professioneller als im Landesarchiv NRW lässt sich Archivgut in Detmold nicht lagern. Deswegen haben sich Prinz Stephan zur Lippe und die Institution entschieden, Dokumente aus dem Detmolder Schloss künftig in der Abteilung OWL des Landesarchivs NRW zu lagern.

Der Leiter der Detmolder Abteilung des Archivs, Dr. Johannes Burkardt, freut sich: „Diese Neuzugänge ergänzen optimal die hier bereits lagernden amtlichen Bestände. Damit werden inhaltlich zusammengehörende Aktengruppen an einem Ort zusammengezogen, insbesondere zur Militärgeschichte des Ersten Weltkriegs, zur Familiengeschichte des Hauses Lippe-Biesterfeld und zur lokalen Forstgeschichte. Die Vorteile für die Forschung liegen dabei auf der Hand.“ Der Archivalienübernahme ging laut Pressemitteilung eine sorgfältige Abstimmung voraus.

Die Abteilung OWL des Landesarchivs NRW ist Nachfolgerin des Lippischen Landesarchivs. Es existierte bis zum 1. April 1957, als es mit erweiterter Kompetenz unter dem Namen „Staatsarchiv Detmold“ dem NRW-Kultusministerium unterstellt wurde. „Die Geschichte des Archivs reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück und war bis zum Umzug in die heutige Gerichtsstraße im Jahr 1911 Teil der Schlossverwaltung“, heißt es in der Mitteilung. Aber bereits im 18. und 19. Jahrhundert wurde zunehmend zwischen den für die Verwaltung des Fürstentums und der Fürstenfamilie erforderlichen Unterlagen einerseits und andererseits den älteren, für die historische Forschung relevanten Dokumenten unterschieden.

Deshalb und wegen der optimalen, klimatisierten Lagerbedingungen im Landesarchiv folgte der Entschluss, Archivalien aus dem Schlossarchiv dort zu lagern. Prinz zur Lippe dazu: „Ich bin von der kompetenten und wissenschaftlichen Betreuung überzeugt. Diese Bearbeitungsqualität können wir privat nicht leisten. Wir haben einen guten Weg gefunden, einerseits unsere Rechte zu wahren und andererseits eine gute Betreuung und optimale Aufbewahrung der wertvollen Schriftstücke zu gewährleisten.“

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