Prozess um Korruption im Kraftwerk Oerlinghausen: Verfahren eingestellt

Astrid Sewing

  • 0
Das Holzheizkraftwerk in Oerlinghausen. - © Martin Düsterberg
Das Holzheizkraftwerk in Oerlinghausen. (© Martin Düsterberg)

Detmold. Das Verfahren gegen den ehemaligen Chef der Stadtwerke Oerlinghausen und den Investor Dieter Brechmann ist gegen Auflagen eingestellt worden.

Wie berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Korruption ermittelt, weil Blome während seiner Zeit als Stadtwerke-Chef einen Anteil am Holzheizkraftwerk erworben und 15 Prozent Zinsen kassiert hatte. Die Wirtschaftsstrafkammer unter dem Vorsitz von Karsten Niemeyer kürzte das Verfahren damit ab und verzichtete auf weitere Zeugenaussagen. Der Ausgang des Verfahrens wäre damit offen gewesen. Weil der Fall schon viele Jahre zurück lag, der Zinssatz damals durchaus üblich war und beide auch nicht vorbestraft sind, sah es die Kammer als sachgerecht an, das Verfahren einzustellen.

Allerdings ist dies mit Auflagen verbunden. Dr. Dieter Brechmann, der die Beteiligung an dem Holzheizkraftwerk nach Überzeugung des Gerichtes nur einem kleinen Kreis angeboten hatte, muss 20.000 Euro an drei gemeinnützige Organisationen zahlen. Außerdem ist er verpflichtet, 5.000 Euro an die Staatskasse zu zahlen. Peter Blome muss sämtliche Zinszahlungen, die ab dem 1. Juli 2017 bis zum Jahr 2025 auflaufen, ebenfalls spenden. Den Empfänger kann er dem Gericht vorschlagen, das entscheidet dann, ob das so in Ordnung geht.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!