Eine-Welt-Laden "Alavanyo" in Detmold: 35 Jahre für den fairen Handel

Vortrag:

Alina Hetland

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Losglück: Andrea Heumann (Zweite von rechts) und Sophie Rabbow (vorne,mit ihren Kindern) gehören zu den Gewinnern. Mit ihnen freuen sich Marianne Thurner, Irmgard Rottmann und Susanne Dilschmann (von links) aus der Arbeitsgemeinschaft des Eine-Welt-Ladens Alavanyo. - © Privat
Losglück: Andrea Heumann (Zweite von rechts) und Sophie Rabbow (vorne,mit ihren Kindern) gehören zu den Gewinnern. Mit ihnen freuen sich Marianne Thurner, Irmgard Rottmann und Susanne Dilschmann (von links) aus der Arbeitsgemeinschaft des Eine-Welt-Ladens Alavanyo. (© Privat)

Detmold. Dem „E.P. Church-Trades Training Centre", einer Fachschule im ghanaischen Städtchen Alavanyo, verdankt der Eine-Welt-Laden in Detmold seinen klangvollen Namen. „Alavanyo" bedeutet auf Deutsch „Alles wird gut". Und genau diese hoffnungsvolle Botschaft will das Geschäft im Sinne der Jugendlichen, die es vor nunmehr 35 Jahren gegründet haben, vermitteln.

Auf den 35 Quadratmetern des Lädchens an der Bruchstraße 2a findet sich das Ambiente Afrikas, Asiens und Lateinamerikas wieder. Das Angebot umfasst laut einer Pressemitteilung der Lippischen Landeskirche Lebensmittel, darunter diverse Kaffee- und Teesorten, Gewürze und Weine, aber auch Spielwaren und Bücher sowie umweltfreundlich hergestellte Schreibwaren. Von den Produkten sind 80 Prozent ökologischen Ursprungs und das Sortiment beläuft sich auf rund 2.000 Artikel.

Doch „Alavanyo" ist nicht nur ein Verkaufsladen, es handelt sich bei dem Projekt zugleich um eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der Lippischen Landeskirche. Unter den 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern engagiert sich auch Heike Rottmann. Für sie steht fairer Handel vor allem für mehr Gerechtigkeit.

Mit Dialog, Transparenz und Respekt könnten Voraussetzungen geschaffen werden, die die Existenzbedingungen in Krisenregionen deutlich verbesserten. „Menschen, die jetzt ihre Heimat als Flüchtling verlassen müssen, hätten dann vielleicht auch die Chance, sich dort einen Lebensunterhalt zu verdienen", erklärt sie und verweist auf die aktuellen Herausforderungen. „Es müssen mehr Leute wissen, dass es noch einen anderen, gerechteren Weg außerhalb des Einkaufens in den Supermärkten gibt."

Entsprechend nimmt auch die Bildungsarbeit einen wichtigen Stellenwert ein. Dazu findet am Mittwoch, 29. November, ab 19.30 Uhr ein Vortrag mit Dr. Elke Mascher im Gemeindehaus der Detmolder Erlöserkirche statt. Sie berichtet über ihre Arbeit in einem Krankenhaus in Nepal, das sie zweimal im Jahr für mehrere Wochen besucht.

Dieses ist einzige Anlaufstation für rund 160.000 Menschen in der Bergregion. Weitere Projekte, die die Arbeitsgemeinschaft fördert, sind unter anderem in Ghana und Uganda.

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