Schwere Schlägerei: Jugendliche müssen nach der Andreasmesse in Untersuchungshaft

Erol Kamisli

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- © Symbolfoto: Pixabay
Handschellen (© Symbolfoto: Pixabay)

Detmold. In einem Albtraum endete für einen 23-jährigen Detmolder der Besuch auf der Andreasmesse. Während er gemeinsam mit seiner Freundin in den frühen Sonntagsstunden – gegen 2.45 Uhr – vor dem Landestheater auf ein Taxi wartete, sei er völlig grundlos von zwei 17-Jährigen brutal angegriffen worden, teilt die Detmolder Staatsanwaltschaft mit.

„Die Täter schlugen ihm mit den Fäusten ins Gesicht und auf den Oberkörper", sagt Oberstaatsanwalt Christopher Imig. Anschließend hätten die beiden Schläger ihr Opfer zu Boden gerissen und auch als der 23-Jährige bewusstlos am Boden gelegen habe, „zeigten die Schläger keinerlei Gnade, sondern traten gezielt auf den Kopf und ins Gesicht des Mannes", erklärt Imig.

Erst das Eintreffen der Polizei habe die „gnadenlose Gewalt" beendet. „Der 23-Jährige kam mit einem Schädel-Hirn-Trauma und Augenverletzungen ins Krankenhaus. Die beiden Schläger konnten festgenommen werden und sitzen derzeit in Untersuchungshaft", sagt Imig. Sie müssten sich nun wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Ermittlungen – auch zu einem möglichen weiteren Vorfall – dauerten an.

Der Oberstaatsanwalt Christopher Imig betont, dass Polizei und Justiz eine „Null-Toleranz-Politik" gegenüber Schlägern führen und hier bewusst ein Zeichen setzten, um der Öffentlichkeit sehr deutlich zu zeigen, dass derartige Gewaltausbrüche nicht hingenommen würden. „Wer sich in lebensgefährlicher Weise an Opfern auslässt, kann sicher davon ausgehen, dafür in Untersuchungshaft genommen zu werden", betont Imig. Das Alter spiele dann – wie im vorliegenden Fall – keine Rolle.

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