Prinz zur Lippe: Klares Nein zum Nationalpark

Verhandlungen seien kein Thema

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Stephan Prinz zur Lippe will keinen Flächen für einen Nationalpark zur Verfügung stellen. - © FOTO: JOSEF KÖHNE
Stephan Prinz zur Lippe will keinen Flächen für einen Nationalpark zur Verfügung stellen. (© FOTO: JOSEF KÖHNE)

Detmold (nw/lek). Ungeachtet anders lautender Meldungen, bleibt das Haus zur Lippe bei der klaren Ablehnung des geplanten Nationalpark Teutoburger Wald. Dies erklärte zur Lippe in einer von ihm herausgegebenen Pressemitteilung. Stephan Prinz zur Lippe: "Ich habe keine Gespräche über den Tausch unserer Flächen geführt, geschweige denn Verhandlungen, wie dies behauptet wird."

In der Pressemitteilung wird zur Lippe weiter zitiert: "Unsere Waldflächen, die nach bisherigen Planungen rund ein Fünftel des angedachten Nationalparks ausmachen sollen, werden nicht zur Verfügung gestellt. Sie bleiben wie seit Jahrhunderten auch künftig Privateigentum der Familie." Das Haus Lippe bleibe bei seiner Haltung und werde in dieser Angelegenheit keine Verhandlungen führen. "Auch ein Moderationsverfahren über unsere Flächen kommt nicht in Betracht."

Bereits 2008 habe, so die Pressemitteilung, das Umwelt-Ministerium des Landes NRW den Landrat deutlich darauf hingewiesen, dass eine Einbeziehung von Privatflächen gegen den Willen der Eigentümer nicht möglich sei und vor entsprechenden Risiken gewarnt. "Nach Lage der Dinge gibt es keine politische oder rechtliche Handhabe, sich die Flächen ohne unsere Zustimmung anzueignen. Dies entspricht auch der gültigen Beschlusslage des Lippischen Kreistages", so Prinz zur Lippe. Auch die CDU und der Landrat des Kreises Lippe hätten sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich in dieser Form erklärt.

Bürger mitnehmen und nicht spalten

Die Wälder des Hauses Lippe würden seit Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet und stünden jedem, der Erholung sucht, offen. "Sie waren und bleiben für die Bevölkerung zugänglich und verfügen über ein hervorragendes Wegenetz für Wanderer und Naturfreunde", so Prinz zur Lippe.

Die Planung eines Nationalsparks Teutoburger Wald in der bekannten Form hält Prinz zur Lippe für gescheitert, da sie auf breiten Widerstand in der Region stoße und den notwendigen Konsens – stets als Grundvoraussetzung für die Errichtung eines Nationalparks genannt - nicht erreicht habe.

Prinz zur Lippe: "Ich würde mich freuen, wenn die Befürworter diesen Sachverhalt einsähen und so die Region eine Chance erhielte, noch einmal neu über die notwendigen Fragen der Strukturentwicklung und eines Einklangs von Mensch, Natur und Wirtschaft nachzudenken. Regionalentwicklung muss möglichst viele Bürger mitnehmen und darf nicht spalten".

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