Pkw-Verkehr aus Süden bereitet NRW-Tag-Planern Kopfschmerz

Hiddesen muss große Last tragen

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Detmold (te). Wenn das NRW-Fest in Detmold gefeiert wird, dürfte vor allem Hiddesen den Verkehrsdruck spüren. Davon geht jedenfalls Uwe Rosemeier, Leiter der Abteilung Straßen und Verkehr in der Stadtverwaltung, aus. Denn aus allen anderen Himmelsrichtungen gibt es mindestens zwei Straßen, über die der Individualverkehr in den innerstädtischen Raum rollen kann - nur aus Süden nicht.

Als Haupttag des NRW-Festes wird der Pfingstsonntag angesehen. 100.000 Besucher werden dann erwartet, 40.000 davon dürften in Pkw anreisen - erwartet werden rund 10.000 Autos. 7.000 Parkplätze sollen außerhalb am Nordring als "Park and Ride"-Parkplätze zur Verfügung stehen. Die 3.000 fehlenden sollen Ortskundige in einer Zone zwischen Nordring und dem für den kompletten Verkehr gesperrten Veranstaltungsgelände in der Kernstadt finden. Das erläuterte Uwe Rosemeier jetzt dem Tiefbau- und Immobilienausschuss der Stadt.

Probleme sieht Rosemeier durch das Verkehrsaufkommen vor allem im Süden der Stadt. Während aus Westen, Norden und Osten immer mindestens zwei Straßen zur Verfügung stehen, die den Verkehr aufnehmen, bleibt den aus Süden anreisenden Besuchern nur die Paderborner Straße - und von dort wird der Verkehr dann auf die Friedrich-Ebert-Straße geleitet, um über die Theodor-Heuss-Straße weiter Richtung Innenstadt zu kommen. "Im Süden haben wir eine offene Flanke", sagte Uwe Rosemeier.

Denn in der Neustadt beginnt kurz hinterm Freilichtmuseum bereits die Festmeile, hier ist kein Verkehr mehr zugelassen, nur der Parkplatz des Freilichtmuseums soll angefahren werden können.
Wichtig dabei ist laut Rosemeier nicht zuletzt der Ordner-Einsatz. An Absperrschildern, die wirklich kein Auto mehr passieren dürfe, werde man Ordner platzieren, die dieses Verbot auch durchsetzen könnten, sagte er.

Die Komplettsperrung der Innenstadt werde am Pfingstsonntag um 8 Uhr eingerichtet und ab 10 Uhr konsequent verfolgt. "Wir wollen die Kirchgänger noch in die Stadt lassen", sagte Rosemeier. Aufgehoben werde sie erst wieder am Dienstag um 5 Uhr morgens. Freitags und samstags gelte ein abgespecktes Konzept, das nur punktuelle Sperrungen vorsehe. Allerdings werden die Drakestraße und die Gartenstraße laut Rosemeier schon eine Woche vorher gesperrt, weil dort Aufbauarbeiten stattfinden.

Bleibt die Frage, was das alles kostet. Die Stadt werde nur ihren Anteil von 150.000 Euro ausgeben - aber Gebühren für Genehmigungen werde man von anderen Verwaltungen nicht verlangen, und auch die Personalstunden, die in die Gemeinschaftsveranstaltung von Stadt und Kreis fließen, werden laut Rosemeier und Beigeordnetem Thomas Lammering nicht angerechnet.

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