Schüler des Bonhoeffer-Berufskollegs nehmen Sporthalle in Betrieb

Die Holme bestehen die erste Kraftprobe

Von Martin Hostert

Landrat Friedel Heuwinkel und Schülerin Jael-Shuvi Kelm üben sich im "Paar-Barrenturnen". Das funktioniert auch im Anzug. - © Foto: Gerstendorf-Welle
Landrat Friedel Heuwinkel und Schülerin Jael-Shuvi Kelm üben sich im "Paar-Barrenturnen". Das funktioniert auch im Anzug. (© Foto: Gerstendorf-Welle)

Detmold. Die Sorgen des Stundenplan-Machers waren unbegründet: Zum Halbjahreswechsel ist die Sporthalle des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs fertig geworden. Am Dienstag machte sich der Hausherr ein Bild. 

Landrat Friedel Heuwinkel zeigte am Barren, dass er ein alter Sportsmann ist. Er stemmte sein Gewicht auf die Holme und legte sich ins Zeug, als gehe es um den Nationalpark. Die Politik blieb am Dienstag jedoch außen vor, die Freude über das Gelingen des 5,5-Millionen-Euro-Projektes stand bei der Schulleitung, den Verantwortlichen des Kreises, Architekten und Bauunternehmern im Vordergrund.

Schulleiterin Claudia Eikmann freute sich: "Erstmals sind wir in der Lage, den Unterricht in Sport und Gesundheitserziehung in vollem Umfang anzubieten." Dass die ersten Bälle erst in dieser Woche geschossen und geworfen worden seien - wie berichtet, hatte der Boden ausgetauscht werden müssen - schmälere die Freude nicht, der Stundenplan funktioniere.

Klaus Kuhlmann, Leiter des Eigenbetriebs Schulen beim Kreis, freute sich über die Punktlandung. "Das Versprechen, hier binnen neun Monaten fertig zu sein, ist erfüllt." Kuhlmann würdigte die Halle, die deutschlandweit zumindest für den Schulunterricht ihresgleichen suche. Insbesondere Klettersportler und Leichtathleten (dank des Spike-fähigen Bodens) fänden ideale Bedingungen vor, es gibt Anlagen für Hoch-, Stabhoch- und Weitsprung-Wettbewerbe, außerdem einen acht Meter hohen Wurfkäfig. Die Weitsprunggrube ist ins Dach der Geräteräume integriert worden, so wurde Platz gespart. Die Halle ist auch wegen dieses Kniffs "energetisch auf dem neuesten Stand", sagte Architekt Falko Biermann.

Einen solchen federnden Boden hätte er in seiner aktiven Zeit als Fußballer gern gehabt, schwärmte Heuwinkel, und versprach den Schülern: "Der ist gut für die Gelenke." Der Landrat bedankte sich bei den Schülern, die in den vergangenen Tagen beim Einräumen der Sportgeräte ordentlich geholfen hatten. Claudia Eikmeier sagte zu: "Wir werden sorgsam mit der Halle umgehen."

Zu welchen Zeiten die Halle durch wen belegt werden wird, stellt sich in den kommenden Wochen heraus - klar ist, dass der Schulsport Vorrang hat. "Der Ligabetrieb wird Stück für Stück einziehen", sagte Klaus Kuhlmann. Zunächst seien die Bedürfnisse der Vereine zu erkunden, die Stadt Detmold koordiniere dies.

Offiziell gibt es auch noch einen Termin: Am Freitag, 23. März, wird die Halle um 10 Uhr ganz formal in einer Feierstunde freigegeben, kündigte der Landrat an.

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