Litauische Schüler restaurieren jüdischen Friedhof

"Wege der Toleranz" zwischen Birsai in Litauen und Detmold

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Setzen sich für Toleranz und Frieden ein: Die Schülerinnen und Schüler aus Litauen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Christ-Dore Richter vor dem Rathaus. - © Foto: privat
Setzen sich für Toleranz und Frieden ein: Die Schülerinnen und Schüler aus Litauen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Christ-Dore Richter vor dem Rathaus. (© Foto: privat)

Detmold. "Wege der Toleranz" beschreitet das Gymnasium "Ausros" aus Birsai, einer Kleinstadt in Litauen. Ein Weg hat 20 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern im Rahmen eines Jugendaustausches für eine Woche nach Detmold geführt.

Im Rathaus wurden sie von der stellvertretenden Bürgermeisterin Christ-Dore Richter empfangen. Ihre Gastgeber sind die Lippischen Landeskirche und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

Allen gemeinsam ist laut Pressemitteilung ein Projekt, dass im letzten Jahr in Birsai mit großem Echo und viel Anerkennung gestartet ist: die Instandsetzung des jüdischen Friedhofs in Birsai. Erste Kontakte gab es schon länger zur evangelischen Partnergemeinde der Lippischen Landeskirche in Birsai, bevor Pfarrer Miroslav Danys gemeinsam mit Jörg Ehrlicher und Gertrud Wagner von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die Idee entwickelte, mit Pflegearbeiten die Instandsetzung des großen jüdischen Friedhofes zu beginnen.

Auf offene Türen stießen sie dabei im Gymnasium Ausros und der Stadtverwaltung in Birsai, die das erste Workcamp 2011 mit großem Engagement unterstützten. Schnell zog das Projekt, das eingebettet ist in die schulischen Aktivitäten mit dem Titel "Wege der Toleranz", Kreise bis in die Landeshauptstadt Vilnius. Und so werden in diesem Jahr beim zweiten gemeinsamen Arbeitseinsatz Anfang August nicht nur zehn Jugendliche vom Lemgoer Marianne-Weber-Gymnasium dabei sein, sondern es wird auch der deutsche Botschafter aus Vilnius in Birsai erwartet.

Bürgermeisterin Christ-Dore Richter dankte allen Beteiligten für diese wichtige Erinnerungsarbeit: "Über die Arbeit auf dem jüdischen Friedhof werden neue europäische Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen, die den Weg für Toleranz und Frieden ebnen."
Ansprechpartner für das Projekt ist Pfarrer Miroslav Danys von der Lippischen Landeskirche,05231/976853.

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