Benefizkonzert bringt 1.000 Euro für die Neugestaltung des Schulhofes an der Freiligrathschule

Musiker beugen Herbstmelancholie vor

Von Christine Dick

Violinist Andreas Friesicke setzt die Klangfarben gut um. - © Foto: Dick
Violinist Andreas Friesicke setzt die Klangfarben gut um. (© Foto: Dick)

Detmold. Unter dem Titel "Bunt wie der Herbst" haben Musiker ein Benefizkonzert zugunsten der Freiligrathschule gegeben. Der Abend war ein voller Erfolg.

Besonders erfreut zeigte sich Schulleiter Bernd Hölscher, der im Vorfeld nicht mit so vielen Besuchern gerechnet hatte. "Wir werden heute drei Benefize erleben", kündigte er in der voll besetzten Aula an. Die Musiker spielten umsonst, die Musik tue den Ohren gut, und das Konzert sei außerdem ein Benefiz für das Konto des Fördervereins. Mit dem Erlös von etwa 1.000 Euro plant dieser eine Verschönerung des Schulhofes, nachdem die Schule kürzlich umgebaut worden war.

Für das Konzert hatten sich die Organisatoren bereits im Vorfeld viel Mühe gegeben. Der Weg in die Aula war mit Teelichtern und Herbstblättern dekoriert, und auch im Saal war die Atmosphäre gemütlich. Die Musik trug weiter zu der guten Stimmung bei. Musik aus verschiedenen Epochen, unterschiedlichen Gegenden und mit abwechslungsreichen Klangfarben, wie Moderator Markus Brenk erklärte. Der Professor für Erziehungswissenschaft und Musikpädagogik der Hochschule für Musik Detmold führte kompetent, aber auch locker durch den Abend.

Mit interessanten Hintergrundinformationen und netten Anekdoten kommentierte er das Programm. Der Tango "Oblivion" von Astor Piazzolla sei "schön, elegant und schrecklich traurig", so Brenk. "Damit keine Herbstmelancholie entsteht, nehmen wir das Traurige weg und bleiben bei schön: ‚Der Schwan‘ aus Camille Saint-Saëns’ ‚Karneval der Tiere‘."

Die Musiker Andreas Friesicke (Violine), Barbara Raffel-Westermann (Cello) und Mari Ito-Friesicke (Klavier) setzten beide Klangfarben gut um. Stimmgewaltig wurde es mit den Opern von Offenbach, Rossini und Puccini, die die Sopranistinnen Nadja Yumaeva und Katarina Winkler präsentierten. Expressiv und humorvoll führten sie diese anspruchsvollen Werke auf, am Klavier wurden die Sängerinnen gekonnt von Elena Marejeva begleitet.

Beeindruckt war das Publikum auch von dem Auftritt von Julia Parusch (Violine) und Eva Schüttler (Klavier). Vollkommen im Einklang spielten sie ein russisches Lied, ungarische Zigeunerweisen und "Czardas", ein beliebtes Virtuosenstück von Vittorio Monti. "Künstler müssen nicht essen, der Applaus ernährt sie", sagte Hölscher nach dem bekannten Schlussstück "O Sole mio" - dargestellt vom gesamten Ensemble. In diesem Sinne gingen die Musiker "übersatt" nach Hause, denn die Gäste spendeten viel Applaus.

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