VfL Hiddesen sammelt Geld für den Umbau der Sportstätte am Bent

Verein will Projekt mit symbolischer Aktion finanzieren

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Stefan Fromme, Leiter der Grundschule Hiddesen, VfL-Chef Henning Stiegmann und der stellvertretende Vorsitzende Martin Köller (von links) bewerben vor den Plänen des Sportplatzumbaus den Spielfeldverkauf. - © Foto: Bockwinkel
Stefan Fromme, Leiter der Grundschule Hiddesen, VfL-Chef Henning Stiegmann und der stellvertretende Vorsitzende Martin Köller (von links) bewerben vor den Plänen des Sportplatzumbaus den Spielfeldverkauf. (© Foto: Bockwinkel)

Detmold-Hiddesen (bo). Der VfL Hiddesen will mit einem Sportplatzumbau am Bent dem zunehmenden Trainings- und Spielbetrieb begegnen. 200.000 von 380.000 Euro will der Verein selbst stemmen - mit Krediten und Aktionen.

Wer noch nach einer Geschenkidee für Weihnachten sucht und etwas für Sport sowie Jugendarbeit übrig hat, der könnte sich einmal auf der Internetseite des VfL Hiddesen umschauen. Dort bietet der Verein Ecken, Strafraum, Elfmeterpunkt und Spielfelder seines Rasenplatzes am Bent von 50 bis 10.000 Euro zum Verkauf an. Symbolisch versteht sich. Denn mit seiner Aktion namens "Gemeinsam sind wir stark" will der VfL einen Teil des Geldes zusammensammeln, das für den gewünschten und seit 2000 immer mal wieder geplanten Sportplatzumbau nötig ist.

"Unser Rasen am Bent ist von unseren Mannschaften fast rund um die Uhr belegt und einfach überlastet. Dabei trainieren die A-, B- und C-Junioren unserer 18 Nachwuchsteams sowie die Damen sogar gar nicht in Hiddesen, sondern in Heidenoldendorf. Derzeit können wir keine Kinder mehr in den Jugendfußballteams aufnehmen", erklärt Martin Köller, stellvertretender Vorsitzender des VfL. Außerdem werde der Platz in den Wintermonaten häufig für den Spiel- und Trainingsbetrieb gesperrt, was bei Sportlern und Eltern der Nachwuchskicker für Frust sorge.

Diese Probleme will der Verein mit dem Sportplatzumbau lösen. Dazu soll der Rasenplatz in Richtung Bentweg verlegt und mit einer Sprenkleranlage versehen werden. Auf der frei werdenden Fläche soll ein 60 mal 35 Meter großes Kunstrasenfeld mit Flutlicht entstehen, auf dem trainiert werden kann und die Teams bis zur E-Jugend sogar Meisterschaftsspiele autragen können.

380.000 Euro soll das Projekt kosten. "Uns ist klar, dass das Geld nicht allein von der Stadt kommen kann. Deshalb haben wir uns im Vorfeld Gedanken über die Finanzierung gemacht", sagt VfL-Chef Henning Stiegmann. Diese sieht wie folgt aus: 200.000 Euro will der Verein stemmen, 100.000 Euro durch die Aufnahme eines Kredits bei den Hausbanken, der Sparkasse Paderborn-Detmold und der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold. Weitere 100.000 Euro sollen durch Aktionen wie dem Spielfelderverkauf zusammenkommen.

"Ohne bislang groß Werbung dafür zu machen, haben wir schon fast die Hälfte verkauft", freut sich Köller über die große Unterstützung.
Die übrigen 180.000 Euro würde der Verein gerne von der Stadt bekommen, weshalb er einen Antrag gestellt hat, der nun in den Fraktionen beraten wird (die LZ berichtete). Spätestens Ende Mai 2013 will der Verein die Finanzierung stehen haben. Sollten genug Rasenflächen als Weihnachtsgeschenk verkauft werden, könnte ein großer Teil aber auch schon früher zusammen gekommen sein.

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