Schwelentrup erhält Auszeichnung als „Ort der Erholung“

Schwelentrup atmet kurz durch – Keine großen Hürden auf dem Weg zum Luftkurort

Wolf Scherzer

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Haben Grund zur Freude: Dezernentin Marion Schostag-Grondorf überreicht die Urkunde an Bürgermeister Friedrich Ehlert. Mit auf dem Bild Kämmerer Burkhard Rüther und Britta Büker, zuständige Sachbearbeiterin bei der Bezirksregierung. - © Wolf-Stephan Scherzer
Haben Grund zur Freude: Dezernentin Marion Schostag-Grondorf überreicht die Urkunde an Bürgermeister Friedrich Ehlert. Mit auf dem Bild Kämmerer Burkhard Rüther und Britta Büker, zuständige Sachbearbeiterin bei der Bezirksregierung. (© Wolf-Stephan Scherzer)

Dörentrup-Schwelentrup. Schwelentrup darf sich weiter ein „Ort der Erholung“ nennen. Und ganz offensichtlich ist der Weg nicht mehr weit bis zum staatlich anerkannten Luftkurort.

Gestern haben Marion Schostag-Grondorf, Dezernentin „Öffentliche Gesundheit“ bei der Bezirksregierung Detmold, und ihre Sachbearbeiterin Britta Büker Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert und Kämmerer Burkhard Rüther die Urkunde überreicht und ihren Besuch genutzt, über weitere Details für die Anerkennung als Luftkurort zu sprechen. Dieses Gespräch im Rathaus fand hinter verschlossenen Türen statt, Schostag-Grondorf deutete im vorausgegangenen Pressegespräch jedoch an: „Schwelentrup bietet einige Voraussetzungen für einen Luftkurort. Da gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nichts, was man nicht in den Griff kriegen könnte.“

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Zwischenruf: Werbung für ganz Dörentrup

Schwelentrup sorgt schon länger für positive Schlagzeilen – als „Dorf der Tiere“, das sich um bedrohte Haus- und Nutztierrassen kümmert, mit dem außergewöhnlichen Spiel- und Rastplatz und nicht zuletzt dem Sieg auf Kreisebene beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Damit haben sich die Dörentruper für die nächste Runde qualifiziert und nicht wenige von ihnen gehen davon aus, bei der Siegerehrung im September mit auf dem Treppchen zu stehen. Doch sollte es mit dem Titel „Golddorf“ nicht klappen: Als staatlich anerkannter Erholungsort lässt es sich auch gut für den Tourismus werben.

Die Bestrebungen, als Kurort anerkannt zu werden, reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Daraus wurde damals nichts, geblieben ist der weitläufige Grüngürtel durch den Ort, der heute noch die Bezeichnung „Kurpark“ trägt, und der später zuerkannte Titel als Erholungsort. Davon gibt es im Bereich des Regierungsbezirks Detmold zehn, in Lippe sind es noch Diestelbruch und Berlebeck. Als Luftkurort gelten Hörste und Holzhausen-Externsteine, als Kneipp-Kurort Schieder-Schwalenberg und Glashütte, Hiddesen und auch Bad Salzuflen.

Die staatliche Anerkennung kommt nach einer Änderung des NRW-Kurortegesetzes im Jahr 2007 jetzt alle zehn Jahre auf den Prüfstand. „Es kann dabei natürlich auch die staatliche Aberkennung geben“, sagte Marion Schostag-Grondorf gestern schmunzelnd. „Für Schwelentrup ist das jedoch überhaupt kein Thema“, hob sie nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten hervor, sich hier erholen zu können, sondern verwies auch auf die Stallscheune im Kurpark, die sowohl für Stammgäste als auch Tagestouristen eine „gute und zentrale Anlaufstelle“ sei.

Doch was muss die Gemeinde unternehmen, um die Anerkennung Schwelentrups als Luftkurort zu bekommen? Marion Schostag-Grondorf nannte als ein Beispiel Angebote für Menschen mit Behinderung. Und sie gab den Dörentrupern mit auf den Weg: „Der Trend der deutschen Urlauber geht hin zu schnell erreichbaren Zielen, ohne lange Flüge und Staus auf Autobahnen. Sie wollen richtig gut Luft holen können – und diese Voraussetzung wird hier bei Ihnen wirklich sehr gut erfüllt.“

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