Dörentrup schafft Platz für Häuslebauer

Jens Rademacher

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So könnte es aussehen: Die Grafik zeigt eine Variante für die Bebauung des Areals in Hillentrup mit acht Wohngrundstücken. - © Grafik: Benjamin Möller
So könnte es aussehen: Die Grafik zeigt eine Variante für die Bebauung des Areals in Hillentrup mit acht Wohngrundstücken. (© Grafik: Benjamin Möller)

Dörentrup-Hillentrup. Die Nachfrage von Häuslebauern in Dörentrup ist da – vor allem in Zentrumsnähe, vor allem in Hillentrup und Spork, sagt Fachbereichsleiter Dirk Süllwold aus dem Rathaus. Jetzt laufen die Vorbereitungen dafür an, dass in Hillentrup weitere Wohnhäuser entstehen können.

Für die Fläche drängt sich nach Einschätzung des beauftragten Planers Askan Lauterbach die Bebauung fast auf: Sie ist 5000 Quadratmeter groß und liegt an der Straße „Am Langen Feld“ am östlichen Rand Hillentrups. Bauamtsleiter Süllwold geht davon aus, dass das Gebiet – wenn alles planmäßig läuft – im kommenden Sommer baureif ist. Zuvor muss der Bebauungsplan erweitert werden. Denkbar sind auf der Fläche, zurzeit eine etwas abschüssige Wiese zwischen den Häusern am Finkenweg und am Schwelentruper Weg, Grundstücke zwischen etwa 480 und 640 Quadratmetern. Die Kommunalpolitiker haben grünes Licht dafür gegeben, die Planergänzung in Angriff zu nehmen.

Die Fläche ist im Moment in Privatbesitz, die Gemeinde hat aber bereits Gespräche geführt hat und will das Areal kaufen, um die Grundstücke danach selbst an den Mann zu bringen. Laut Süllwold soll der Quadratmeter 75 Euro kosten.

Zuvor will die Gemeinde zur Erschließung eine Stichstraße vom „Langen Feld“ aus bauen lassen. „Eine lockere Bebauung mit eingeschossigen Einfamilienhäusern, vielleicht auch eine Doppelhausbebauung“ ist laut dem Hamelner Planer Lauterbach vorgesehen. Müllfahrzeuge werden nicht in die neue Straße fahren können, dafür ist „Am Langen Feld“ eine Abstellfläche für Mülltonnen vorgesehen.

Aktuell wird das künftige Bau-Areal vom Westfälischen Kinderdorf genutzt, das nebenan seinen Kinderbauernhof betreibt. Ein Teil dient als Fußballplatz, ein Teil als Weidefläche für Schafe und als Gemüsegarten. Die Suche nach Ausweichmöglichkeiten für das Kinderdorf läuft laut Verwaltung.

„Es gibt schon Anfragen für das neue Baugebiet“, sagt Süllwold. Und die Verwaltung hat weitere Flächen im Visier, die sie entwickeln will. So sind sechs neue Baugrundstücke am Birkenweg in Spork in der Nähe des Sportplatzes geplant – als Erweiterung des dortigen Baugebiets, das bereits komplett vermarktet ist. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung sollten solche Flächen, für die es bereits einen Bebauungsplan gibt, vorrangig entwickelt werden, um nicht zusätzliche Fläche zu verbrauchen.

„In Hillentrup haben wir weitere Flächen ins Auge gefasst, aber als erstes gehen wir das Areal ,Am Langen Feld‘ an“, sagt Süllwold. Die Idee, in Schwelentrup ein neues Baugebiet auszuweisen, hatten die Politiker im Frühjahr verworfen – unter anderem, weil es dort noch ausreichend bebaubare Grundstücke gibt.

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