Dörentruper rechnen mit einem Minus

Politiker mahnen bei Haushaltsverabschiedung Diskussionen über Schulen und Friedhöfe an

Von Karl-Heinz Krull

Dörentrup-Humfeld. Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Dörentruper Rat den Haushalt für 2013 verabschiedet. FDP und Grüne enthielten sich bei der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus Humfeld.

Die Dörentruper rechnen in diesem Jahr mit einem Defizit von fast 900.000 Euro im Ergebnisplan, der Einnahmen von rund 15 Millionen Euro aufweist. CDU-Fraktionschef Martin Corbach wies in seiner Rede darauf hin, dass sich gegenüber den Haushalten von 2008 bis 2012 nicht viel verändert habe. Das solle laut Prognose ab 2017 anders werden, denn dann werde wieder ein Überschuss eingeplant. Trotz des unausgeglichenen Haushalts und großer Investitionen, beispielsweise für das multifunktionale Zentrum auf dem alten Rathausgelände, werde die Gemeinde ohne Kassenkredite auskommen.

Für die SPD-Fraktionsvorsitzende Barbara Gerber muss es ein Ziel sein, trotz Fortschreibung der Haushaltssicherung die Gemeinde attraktiv zu gestalten, um die Bürger zu halten und neue zu gewinnen. Sie wies mit der Diskussion um die zwei Grundschulstandorte in Dörentrup und Humfeld und das fehlende Konzept für die vier kommunalen Friedhöfe auf Themen hin, die nicht ausreichend diskutiert worden seien.

Ähnlich sahen es auch die Sprecher der FDP und der Bündnisgrünen in ihren Stellungnahmen. "Wir haben darauf gedrängt, über die Notwendigkeit der zwei Grundschulstandorte zu diskutieren", stellte die FDP-Fraktionsvorsitzende Sabine Petig fest. Sie bemängelte ebenfalls, dass das Thema kommunale Friedhöfe auf Eis liege – zwei Punkte, die auch dazu führten, dass die Fraktion dem Haushalt "nicht zustimmen" könne, ihn aber "auch nicht ablehnen" werde. Die Bündnisgrünen enthielten sich ebenfalls bei der Abstimmung. Ihr Fraktionsvorsitzender Thomas Hinze kritisierte die Kosten für das geplante multifunktionale Zentrum und nannte es eine "Fehlentscheidung". Er stellte fest, dass "mit dem Pfund Tourismus zu wenig gewuchert" werde und nannte die Zahl von vier Feuerwehrstandorten als nicht mehr zeitgemäß.

Eine Mehrheit von 14 der 21 Ratsmitglieder stimmte abschließend der Haushaltssatzung für 2013 und dem Stellenplan zu.

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