FDP-Parteitag: Lippes Liberale sehen sich im Aufwind

Karl-Heinz Krull

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Wurden mit großer Mehrheit beim FDP-Parteitag in Extertal gewählt: Die lippischen Kandidaten für die Landtags- und Bundestagswahlen sind Christian Sauter (von links), Markus Schiek, Martina Hannen und Hermann Graf von der Schulenburg. - © Karl-Heinz Krull
Wurden mit großer Mehrheit beim FDP-Parteitag in Extertal gewählt: Die lippischen Kandidaten für die Landtags- und Bundestagswahlen sind Christian Sauter (von links), Markus Schiek, Martina Hannen und Hermann Graf von der Schulenburg. (© Karl-Heinz Krull)

Extertal/Kreis Lippe. Markus Schiek ist der lippische Spitzenkandidat der FDP für die Bundestagswahl im kommenden Jahr. 90 Mitglieder haben ihn mit großer Mehrheit während des Kreisparteitages im Hotel „Zur Burg Sternberg" gewählt. Auf Schiek entfielen am Samstagnachmittag zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen.

Hermann Graf von der Schulenburg wurde, bei vier Enthaltungen, einstimmig als zweiter lippischer Kandidat für ein Bundestagsmandat gewählt. Für den lippischen Spitzenplatz zur Landtagswahl traten Christian Sauter, FDP-Ortsverband Extertal, und Martina Hannen, FDP-Ortsverband Lage, gegeneinander an. Sauter konnte 58 Stimmen auf sich vereinigen, Hannen 31. „Für Christian Sauter ist damit ein dritter Platz auf der Landesliste drin", wie Markus Schiek gegenüber der LZ erklärte. Die Reihenfolge der Kandidaten auf der Landesliste wird auf dem OWL-Bezirksparteitag der FDP am 27. Februar in Bad Salzuflen bestimmt. Die Lipper sind dort mit 28 Delegierten vertreten, die ebenfalls am Samstag bestimmt wurden.

Die Redner des Kreisparteitages betonten übereinstimmend, dass die FDP im Aufwind sei. „Wir sind wieder da, und das ist auch gut so", sagte Frank Schäffler, Bezirksvorsitzender der FDP Ostwestfalen-Lippe. Er kritisierte, dass die aktuelle Flüchtlingspolitik den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährde, argumentierte gegen den „Umweltsozialismus" der Grünen und positionierte sich insbesondere gegen einen Nationalpark in OWL. Hauptrednerin des Nachmittags war die Landtagsabgeordnete Susanne Schneider.

Ihr Thema war die „ärztliche und gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum". Sie forderte die Abschaffung des Numerus Clausus und rief dazu auf, den Ärzten mehr Anerkennung entgegenzubringen. „Über kurz oder lang braucht OWL eine eigene medizinische Fakultät", sagte sie. Bei optimalen Studienbedingungen wären die Ärzte dann auch wieder bereit, auf dem Land zu praktizieren.

"Liberale Ikone": Adelheid Lange wird für 40 Jahre FDP-Arbeit von Gudrun Kopp und Markus Schiek geehrt. - © Karl-Heinz Krull
"Liberale Ikone": Adelheid Lange wird für 40 Jahre FDP-Arbeit von Gudrun Kopp und Markus Schiek geehrt. (© Karl-Heinz Krull)

Eine besondere Ehrung wurde anschließend Adelheid Lange zuteil: Sie wurde für 40 Jahre Einsatz im FDP-Ortsverband Schieder-Schwalenberg ausgezeichnet.

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