Schimmelproblem in der Grundschule Silixen soll gelöst werden

An mehreren Stellen dringt Feuchtigkeit ein. Messungen haben keine gefährlichen Keimkonzentrationen ergeben. Die Sarnierungskosten stehen noch nicht fest

Jens Rademacher

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Wasser im Gemäuer: In der Silixer Grundschule gibt es ein Feuchtigkeitsproblem. In mehreren Räumen haben sich Schimmelpilze gebildet. - © Sylvia Frevert
Wasser im Gemäuer: In der Silixer Grundschule gibt es ein Feuchtigkeitsproblem. In mehreren Räumen haben sich Schimmelpilze gebildet. (© Sylvia Frevert)

Extertal-Silixen. Ein Klassenraum ist geschlossen und wird nun als Lager genutzt, ein Serverraum ist ebenfalls dicht. Grund: Schimmel. Der tritt an mehreren Stellen in der Grundschule Silixen auf und hat Eltern wie Lehrer beunruhigt. Gesundheitsgefahr besteht aber offenbar nicht.

Eine Messung der Keime in der Luft habe Anfang Februar „keine auffälligen Werte" ergeben, sagte Bürgermeisterin Monika Rehmert im Rat auf eine Anfrage der CDU-Fraktion. Nun soll im Detail beraten werden, was genau am Gebäude getan werden muss und wie eine Sanierung bezahlt werden kann. Politische Beschlüsse gibt es noch nicht.

Schulleiterin Christina Wojahn freut sich, dass der Stein für die Sanierung ins Rollen gekommen ist. „Die Hilferufe des Kollegiums und der Eltern sind gehört worden", sagte sie auf LZ-Anfrage. Die Nässe im Gebäude und der Schimmel an den Wänden seien wegen möglicher Gesundheitsgefahren immer wieder Thema im Kollegen- und Elternkreis gewesen. Sie habe darauf hingewiesen, dass „keine Ruhe einkehrt, solange wir nichts Schriftliches haben".

Das hat sich nun geändert, denn das Gutachten ist da und gibt Entwarnung. Extertals Bauamtsleiter Eckhard Paulmann zufolge haben sich die Bauschäden in den vergangenen Jahren eingestellt. Er hofft, dass noch in diesem Jahr Arbeiten beginnen können. Feuchtigkeit steige von unten in den Wänden hoch. Schulleiterin Wojahn weist auch auf das Flachdach hin, durch das Wasser eindringe und das immer wieder Probleme bereite.

Ins Rollen gebracht hat das Thema die Schulpflegschaft, die im Dezember einen Brief an den Kreis Lippe und die Extertaler Fraktionen geschrieben und 27 Fotos beigefügt hatte, wie Vorsitzende Traudel Verwold-Pieper auf Anfrage sagte. „Dass Feuchtigkeit eindringt, ist schon länger bekannt", auch eine Geruchsbelästigung habe sich eingestellt. Umso besser sei es, dass es Gespräche mit Bürgermeisterin Rehmert und der Gemeindeverwaltung gebe mit dem Ziel, die Schäden zu beheben. „Wir freuen uns, dass die Gelder nun genutzt werden sollen", sagt Verwold-Pieper.

Feuchtigkeit, Schimmel oder abfallenden Putz gibt es demnach im Lehrer- und im Rektorenzimmer, in zwei Klassenräumen und einem Bereich zwischen zwei Räumen, im ehemaligen Konrektorenzimmer und in der Schulküche. Rehmert wies darauf hin, dass bereits Schimmelflecken entfernt worden seien. Das seien naturgemäß aber nur „Schönheitsreparaturen" gewesen. Klar sei: „Es besteht Handlungsbedarf."

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