Feuerwehr gibt Brandschutzunterweisungen für Flüchtlinge

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Extertal. Überdurchschnittlich häufig ist die Extertaler Feuerwehr in den vergangenen Monaten zu den Flüchtlingsunterkünften geeilt – allerdings ohne dass es gebrannt hätte. Denn dort – in der ehemaligen „Daytop“-Klinik und der Pestalozzischule in Asmissen – hatten die Brandmeldeanlagen ausgelöst.

Inzwischen bekommen die Bewohner Brandschutzunterweisungen – und seitdem sei mehr Ruhe eingekehrt, sagte Bürgermeisterin Monika Rehmert auf eine Anfrage der CDU im Rat. Feuerwehrchef Manfred Behrens sagte auf LZ-Anfrage, dass die Flüchtlinge die installierten Rauchmelder in den Unterkünften teils nicht kennen würden und deshalb keinerlei Erfahrung mit dieser Art von Sicherheitssystemen hätten.

Deshalb werde unbedarft in den Zimmern geraucht, was vermehrt zu Fehlalarmen geführt habe. Allerdings gelte in den Flüchtlingsunterkünften generelles Rauchverbot, erklärte Behrens.

Die Wehrführung sah deshalb Schulungsbedarf, und so bekommen die Bewohner in den Flüchtlingsunterkünften in der Sternberger Straße und in der ehemaligen Pestalozzischule zweimal in der Woche für je 1,5 Stunden eine Brandschutzunterweisung. Sie lernen auch das Verhalten im Brandfall, wo Fluchtwege sind und Ähnliches.

Für die Schulungen nutzt die Wehrführung Material in arabischer, türkischer und englischer Sprache, ein Dolmetscher ist ebenfalls anwesend. Solche Brandschutzunterweisungen sind Behrens zufolge auch für die Unterkunft in Almena geplant.

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