Kulturabend im Rittersaal auf Burg Sternberg

Jens Rademacher

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Die Nachkriegszeit ist sein Thema: Willi Sommerwerk beim Konzert in Extertal. - © Privat
Die Nachkriegszeit ist sein Thema: Willi Sommerwerk beim Konzert in Extertal. (© Privat)

Extertal/Linderhofe. Die volle Ladung Nostalgie hat Willi Sommerwerk seinem Publikum im ausverkauften Rittersaal der Burg Sternberg serviert. Der Liedermacher und Erzähler aus Bayern widmete sich den deutschen Wirtschaftswunderjahren – und traf bei den Zuschauern offenbar einen Nerv.

Organisiert von Marketing Extertal und Papierladen Noth, präsentierte Sommerwerk bei dem Kulturabend sein Programm „Schön war die Zeit". Der Streifzug durch 20 Jahre Schlager und Welthits mit Informationen über die Geschehnisse zwischen 1949 bis 1968 ließ beim größten – dem älteren – Teil des Publikums Erinnerungen an die Jugendzeit wach werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Willi Sommerwerk verstand es demnach, sein Publikum mitzunehmen. Das lauschte gespannt seinen kurzen, prägnanten Schilderungen der skurrilen, amüsanten und weltpolitisch wichtigen Ereignisse dieser Zeit und rief je nach Inhalt Heiterkeit oder Betroffenheit hervor. Und bei den alten, aber offensichtlich noch bestens bekannten Hits von Rudi Schuricke, Harry Belafonte oder Freddy Quinn sangen die Zuschauer kräftig mit.

Sommerwerk gelang es demnach hervorragend, das Lebensgefühl der Wirtschaftswunderjahre rüberzubringen, so dass all diejenigen, die diese Zeit miterlebt haben, noch einmal in Nostalgie schwelgen konnten. Und auch Jüngere konnten sich ein Bild machen.

Dabei habe sich Willi Sommerwerk auch als Meister auf der Gitarre und als herausragender Erzähler erwiesen. Er verzichtete ganz auf „Automatenmusik" mit Keyboard-, Schlagzeug- oder Bassbegleitung vom Band. Es seien diese leiseren Töne, die ihm die volle Aufmerksamkeit seines Publikums sicherten, heißt es. Ohne Riesenapplaus und Zugabe ließen die Zuschauer den Künstler denn auch nicht von der Bühne.

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