Nach Hausbrand in Extertal: Zigarette löste Brand aus

Silke Buhrmester und Jens Rademacher

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In der Kükenbrucherstraße hat es am Montagnachmittag gebrannt. - © Symbolbild: LZ
In der Kükenbrucherstraße hat es am Montagnachmittag gebrannt. (© Symbolbild: LZ)

Extertal. Nach dem Wohnungsbrand im Extertaler Ortsteil Kükenbruch am späten Montagnachmittag, sind am Dienstag die Brandermittler der Polizei vor Ort gewesen. Nun steht die Brandursache fest.

Das Feuer ist laut aktuellem Polizeibericht auf eine brennende Zigarette zurückzuführen. Den Ausgang nahm der Brand in dem Schlafzimmer der Erdgeschoss Wohnung. Dort wurde auch der Leichnam gefunden. Ergebnisse der Obduktion lassen ohne Zweifel auf die 74-Jährige Mieterin der Wohnung schließen, die bei dem Brand ums Leben gekommen ist.

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Außerdem wurden vier Personen nach Angaben des Extertaler Feuerwehrpressesprechers Manfred Behrens verletzt, darunter drei Feuerwehrleute und eine 48-jährige Bewohnerin.

Das Feuer in der Erdgeschosswohnung des Zweifamilienhauses an der Kükenbrucher Straße hatten Anwohner am Montag gegen 16.30 Uhr entdeckt. Als die Feuerwehr eintraf, standen nach Polizeiangaben mindestens zwei Zimmer voll in Flammen. Eine Bewohnerin kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Der Gesamtschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Insgesamt sind laut Polizei in dem Haus mit mehreren Wohneinheiten fünf Personen gemeldet, einer davon sei derzeit im Urlaub, sagte Behrens. Zwei Bewohnerinnen hätten draußen vor dem Gebäude gesessen, als die Feuerwehr eintraf. Sie seien in Sicherheit gebracht worden – später kümmerte sich ein Notfallseelsorger um die beiden. Sie kamen bei Nachbarn unter.

Die Feuerwehrleute – insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte aus Almena, Silixen, Bremke, Laßbruch und Bösingfeld vor Ort – hätten den Brand rasch unter Kontrolle gehabt.

Auch drei Feuerwehrmänner wurden bei dem Einsatz laut Behrens verletzt: Zwei erlitten eine Rauchgasvergiftung, einem dritten sei bei den Löscharbeiten im Gebäudeinneren ein Regal auf die Schulter gefallen. Der Einsatz war erst am Abend beendet.

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