Umgestürzte Bäume nach „Friederike“ im Extertal können gut für Wildtiere sein

Nadine Uphoff

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Ein umgekippter Baum im Wald. - © Symbolbild: pixabay.com
Ein umgekippter Baum im Wald. (© Symbolbild: pixabay.com)

Extertal. Wie geht es eigentlich den Tieren im Wald nach Stürmen wie „Friederike"? Das wollte die LZ von Michael Protte vom Naturschutzbund (Nabu) Extertal wissen. „Die Wildtiere wittern zunächst einmal solche Ereignisse schon vorher und ziehen sich dann zurück", erklärt der Experte. Zum Beispiel würden Vögel, Rehe, Wildschweine 
& Co. die Bewegungen der Baumwurzeln in der Erde spüren und bei Gefahr eines Umstürzens weiterziehen. Protte habe noch nie mitbekommen, dass ein Reh unter einem umgefallenen Baum lag.

„Friederike" wütete im Januar – vor der Brutsaison. Aber selbst, wenn ein Unwetter zu einer unpassenderen Zeit komme, könnten Tiere wie etwa Vögel vieles ausgleichen. „Falls die Brut bei einem Sturm ihr Nest verloren hat und noch nicht weit genug entwickelt ist, um ohne Nest zu leben, bauen die Eltern einfach ein neues Nest", sagt der Nabu-Fachmann. Die umgestürzten Bäume würden sogar einen guten Unterschlupf bieten; auch die Käfer würden sich darüber freuen, falls sie denn länger liegen bleiben würden.

Besonders stolz ist die Gemeinde Extertal auf ihr Schwarzstorch-Paar, das seinen Horst bei Laßbruch hat. Zurzeit sind die Vögel in den Süden gezogen. „Selbst, wenn der Sturm ihr Nest etwas verwüstet hat, werden sie es wieder aufbauen können", sagt Protte. Die umgestürzten Bäume würden die Störche nicht stören. Sie bräuchten ein abgeschiedenes Umfeld mit Wasser und Wiesen, um ihre Beute, vorwiegend Frösche, fangen zu können.

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