"Energetische Stadtsanierung" ist ein neues Förderprogramm des Bundesministeriums

Extertal will Pilotgemeinde werden

Von Wolf Scherzer

Für ihr bereits genehmigtes Konzept, aus den momentan drei Rathäusern im Bösingfelder Zentrum ein Verwaltugsgebäude zu machen, setzt die Gemeinde Extertal bereits auf energetische Sanierung. - © ArchivFoto: Scherzer
Für ihr bereits genehmigtes Konzept, aus den momentan drei Rathäusern im Bösingfelder Zentrum ein Verwaltugsgebäude zu machen, setzt die Gemeinde Extertal bereits auf energetische Sanierung. (© ArchivFoto: Scherzer)

Extertal-Bösigfeld. Energetische Sanierungsmaßnahmen haben in Extertal schon länger ihren Stellenwert. Jetzt hat sich die Gemeinde als Pilotkommune für ein vom Bund aufgelegtes Programm beworben.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat über die KfW-Bankengruppe das Förderprogramm "Energetische Stadtsanierung" ausgeschrieben. Je Bundesland sollen nur fünf so genannte Pilotkommunen aufgenommen werden - und Extertal will zu ihnen gehören.

Nachdem die Arbeitsgruppe "Sanierung Ortskern Bösingfeld" Ende Oktober vergangenen Jahres informiert wurde, hat Bürgermeister Hans Hoppenberg den Antrag einen Tag vor Heiligabend auf die Reise geschickt - jetzt wird sich der Ausschuss für Bauen, Planen und Gemeindeentwicklung damit beschäftigen.

Der Vorlage für die am Dienstag, 7. Februar, um 18.30 Uhr im Rathaus 3 in Bösingfeld beginnenden Sitzung ist zu entnehmen, dass der Ausschuss den Antrag selbst nur zur Kenntnis nehmen, dafür aber eine andere Entscheidung treffen soll: Der bei einer Bewilligung des Antrags zur Umsetzung notwendige Eigenanteil der Gemeinde Extertal in Höhe von 22.400 Euro soll in den Haushaltsplan für dieses Jahr aufgenommen werden.

Die Antragsunterlagen hat die DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft), die auch die gesamten nordlippischen Isek-Planungen in Händen hält, ausgearbeitet - kostenfrei, wie Bürgermeister Hoppenberg wissen lässt. Und dem DSK-Papier ist zu entnehmen, was es mit diesem neuen Programm auf sich hat, das sich auf Bösingfeld konzentrieren soll: "Es ist vorgesehen, den Ortskern modellhaft als Klimaquartier zu entwickeln." Und dabei würden unter anderem folgende Ziele verfolgt: die Senkung des Energieverbrauchs und Steigerung der regenerativen Energieerzeugung sowie auch eine städtebauliche Aufwertung durch Modernisierung des Gebäudebestandes und Beseitigung von Leerständen.

Wie die Chancen stehen, dass Extertal den Zuschlag erhält, dürfte zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen können. In ihrer Projektskizze weist die DSK jedoch darauf hin, dass sich die Gemeinde seit Jahren in der Klimaschutzpolitik engagiere, gemeinsam mit den drei anderen nordlippischen Leader-Kommunen Barntrup, Dörentrup und Kalletal ein regionales Energiekonzept aufgestellt habe und im vergangenen Jahr beim "European Energy Award" als Preisträger ausgezeichnet worden sei. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass für die Erstellung eines "integrierten Klimaschutzkonzeptes"  im März dieses Jahres beim Bund Fördermittel beantragt werden sollen.

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