Masern in Extertal ausgebrochen

Gesundheitsamt informiert etwa Hundert Menschen - Gefahr für Babys und Ältere

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Impfungen können schützen (© dpa)

Extertal. In Extertal sind bisher sieben Menschen an Masern erkrankt. Das Gesundheitsamt informiert nun mehrere Hundert Personen, die möglicherweise in der Schule oder an der Arbeitsstätte Kontakt mit Mitgliedern der Familie gehabt haben könnten.

Anders als landläufig angenommen, seien Masern keine harmlose Kindererkrankung, heißt es in der Mitteilung weiter. Masern könnten zu schwerwiegenden und langfristig wirkenden Komplikationen und im einigen Fällen sogar zum Tod führen.
Die Krankheit werde durch Viren verursacht und sei daher nicht durch Antibiotika behandelbar. "Sie ist hoch ansteckend."

Besonders gefährdet bei einem Masernausbruch sind laut Mitteilung Kinder unter zehn Monaten, da Babys in dem Alter  noch nicht geimpft werden können. Masern schwächen zudem vorübergehend das Abwehrsystem, sodass andere Erreger schlechter abgewehrt werden können. So können in Folge von Masern weitere Krankheiten auftreten wie Entzündungen des Mittelohrs, der Bronchien oder der Lunge. Infizierte zeigen zudem nicht sofort Symptome, sondern können den Krankheitserreger bis zu 14 Tage in sich tragen, bevor die Krankheit ausbricht. Der Kreis Lippe versucht nun herauszufinden, ob sich noch mehr Menschen mit dem Virus angesteckt haben könnten.

Der Kreis rät allen Lippern:

  • Überprüfen Sie Ihren Impfstatus. Gegen Masern geimpfte Personen können sich nicht anstecken!
  • Wer an Masern erkrankt oder befürchtet, erkrankt zu sein, muss unbedingt seinen Hausarzt vor dem Besuch der Praxis telefonisch informieren. Das Team der Hausarztpraxis kann so Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit sich keine ungeimpften Patienten der Praxis anstecken.
  • Nicht geimpfte Personen können sich jederzeit auch im Erwachsenenalter nachimpfen lassen. Bei erkrankten Personen führt eine Nachimpfung zu einem abgeschwächten Krankheitsverlauf.

Weitere Informationen gibt es unter www.infektionsschutz.de oder bei der Auskunft des Fachbereichs „Gesundheit und Verbraucherschutz“ unter 05231-62233.

Laut einer weiteren Pressemitteilung von Mittwochvormittag, sind keine weiteren bisher Fälle aufgetreten.

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