Landesverband Lippe will kräftig an den Externsteinen investieren

100.000 Euro für ein schöneres Umfeld

Martin Hostert

  • 0

Horn-Bad Meinberg/Holzhausen-Externsteine. Eine moderne Fassade für den Kiosk, neue Bänke und Papierkörbe, „Hörstationen“ – die Denkmal-Stiftung des Landesverbandes wird in diesem Jahr an den Externsteinen schwer aktiv. 100.000 Euro will sie hier ausgeben.

Stiftungs-Geschäftsführer Klaus Stein hat die Pläne in der Kuratoriums-Sitzung vorgestellt. „Wir wollen etwas für die 500.000 Besucher dort tun“, sagte er. Stolze 100.000 Gäste erklimmen die Steine jährlich – darum plant Stein auch, die Mitarbeiter an den Kassenhäuschen zu qualifizieren und zu schulen, damit sie wirklich fachkundig Auskunft geben können. „Das Angebot für unsere Kunden muss verbessert werden.“

Das Info-Zentrum und die Gaststätte seien in einem Top-Zustand, stellte Stein klar. Der Kiosk links am Weg zu den Steinen allerdings sei renovierungsbedürftig, er soll eine ähnliche Fassade wie das Info-Zentrum bekommen. Der Schilderwald mit den vielen Wanderwegweisern soll gelichtet werden, so dass der gesamte Eingangsbereich attraktiver erscheinen werde.

Ausgetauscht werden die 34 Bänke, dies ist zum Teil schon geschehen. Sie sind ebenso in die Jahre gekommen wie die Mülleimer, die „Waschbär-sicher“ werden sollen. „Probleme mit dem Abfall haben wir nicht, weil die Besucher ihn irgendwohin schmeißen, sondern wegen der Tiere, die ihn wieder aus den Papierkörben fischen.“

Außerdem werden die Wege in Ordnung gebracht. Stein plant, drei Hörstationen einzurichten, an denen die Besucher sich in drei Sprachen über die Externsteine informieren lassen können. Am Kreuzabnahmerelief ist zudem – wenn die Denkmalschützer mitspielen – ein Relief für Sehbehinderte vorgesehen. Die Holztafel mit den Plakaten und Karten wird verschwinden, dort ist eine „Oase der Ruhe und Entspannung“ vorgesehen. Außerdem, so Steins Idee: Unterhalb der großen Wiese könnte einmal eine „Weidenkirche“ entstehen, in der zum Beispiel Trauungen abgehalten werden könnten.

100.000 Euro also sollen insgesamt ausgegeben werden – ob denn die Denkmal-Stiftung da nicht über eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise nachdenken wolle, fragte Wolfgang Schnabel (CDU). Ein Ansinnen, dass sowohl bei Klaus Stein als auch bei Verbandsvorsteherin Anke Peithmann auf Null Zustimmung stieß.

„Wir haben den Eintritt erst 2013 erhöht“, erinnerte Peithmann. Dies sei mindestens  in den kommenden zwei bis drei Jahren kein Thema. Stein berichtet, die Stiftung erwirtschafte schließlich einen Gewinn, der dem Landesverband zufließe – da müsse sie auch investieren.

Schnabels Vergleich mit dem Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig, wo acht Euro Eintritt genommen würden, änderte die Meinung der Verbandsvorsteherin auch nicht.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2016
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.